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Hi Felix, hmm, ich finde daß der Thread genau so verlaufen ist, wie ein Hilfethread verlaufen soll. Ein Hilfesuchender schildert sein Problem und die für ihn relevanten Eckdaten. Andere hinterfragen des Sachverhalt gezielt und fünf Posts später ist das Problem gelöst. Allen Mitwirkenden möchte ich hierfür danken. Evtl. hätte André den Sachverhalt auch als Krankheitsthread öffnen können, dann wäre er gezwungen gewesen die Wasseraufbereitung mit anzugeben, dennoch bin ich mit dem Verlauf ganz zufrieden |
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Ich wußte tatsächlich nicht das das co² so stark ausperlt obwohl ich das Teil schon ca 1,5 jahre habe. Man lernt halt nie aus:rolleyes: Zitat:
Da ich die Sache mit dem co² aber nicht wußte war der Mischbettfilter für mich eine Nebensache. Jetzt bin ich um einiges schlauer und weiß z.B. das ich bisher, bei zwar häufigeren dafür aber kleineren Wasserwechseln, sehr viel Glück hatte meine Welse nicht über die Regenbogenbrücke zu schicken:fbr: Zitat:
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Danke an alle die sich die Mühe gemacht haben meinen Fehler aufzudecken:o gruß Andre |
Hi Andre,
vielen Dank fürs Dankeschön (das ist hier leider sehr selten). Das Thema Vollentsalzung und CO2 ist fies. Der CO2 Gehalt des Wassers nach der Entsalzung orientiert sich an der Karbonathärte. Je mehr Karbonathärte, desto mehr Co2 nach der Entsalzung. Da kann es sogar sein, dass das heimische Wasserwerk einfach mal die Karbonathärte erhöht indem es anderes Wasser beimischt. Und schon hängt alles nach dem Wasserwechsel oben. Das Entfernen des CO2 läuft bei mir in einem Reservoir, der das Wasser aus der VE-Anlage aufnimmt. Hier wird ordentlich durchlüftet. Schon nach einer halben Stunde ist das Wasser in Ordnung, ist also keine große Verzögerung. Ich kenne einen Aquarianer, der hat einen fetten Sprudelstein direkt an den Schlauch gebastelt mitdem er seine Becken betankt - geht auch (ist halt so ein "Alter Hase"-Trick). Bei dir sorgt der Luftheber für den gleichen Effekt. Dem hast du es wahrscheinlich zu verdanken, dass da nichts passiert ist, denn eine CO2-Vergiftung ist nicht gerade ohne. Mal eine Frage an die Admins: Wäre die Entsalzung und Wasseraufbereitung nicht mal was für die FAQ - oder gibts da schon was? x |
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Mahlzeit,
ich hab grad mal ne hastige Übung in Chemie gemacht, denn die Aussage Zitat:
1. Wieviel CO2 geht überhaupt in Wasser (Sättigungskonzentration)? 2. Wieviel "Carbonathärte" (für mich: Konzentration HCO3-) muss ich zersetzen, um die Sättigungskonzentration zu erreichen? Zu: 1. Die Löslichkeit von CO2 in Wasser beträgt 0.9 L CO2 pro 1 L H2O bei 20°C und Atmosphärendruck (Quelle: Holleman, Wieberg, Lehrbuch der anorganischen Chemie, 101. Auflage, 1995, deGruyter, Berlin). Das Litergewicht beträgt 1.9768 g/L, allerdings bei 0°C und Atmosphärendruck, rechnen mit der Zahl (ich nehme 2, ist einfacher auf dem Zettel) ist also obere Grenze (Quelle: die gleiche). 2. ein paar Zahlen vorweg: 1°dH entspricht 5.6 mmol/L Erdalkaliionen oder bei angenommener ausschließlicher Anwesenheit von (Ca,Mg)HCO32: 1°dH = 11.2 mmol/L HCO3- Molmasse von CO2: M(CO2)=44g/mol Molmasse von HCO3-: M(HCO3-)=61g/mol Daraus folgt: Die Sättigungskonzentration beträgt: 2/44=0.045 mol/L=45 mmol/L CO2. Umrechnung in Carbonathärte: 45/11.2=4°dH => Wird in Wasser mit einer Gesamthärte von 4°dKH das Hydrogencarbonat vollständig zersetzt, wird die theoretisch maximal erreichbare Sättigungskonzentration von CO2 in H2O erreicht. Alles darüber wird ziemlich schnell wieder ausgasen. Folglich kann in Wässern mit mehr als 4°dKH auch keine lineare Steigerung der CO2-Konzentration erfolgen. Es sei denn, ich hab mich verrechnet (soll vorkommen) oder ich kann meinen Schmierzettel nicht mehr richtig lesen (soll öfter vorkommen). Ändert aber natürlich nichts daran, dass die theoretisch erreichbare Maximalkonzentration von CO2 weit jenseits der tödlichen liegt. Meine abschließende Behauptung: Wasser mit einer Karbonathärte jenseits 5-6°dKH sollte sich in der notwendigen Behandlung nicht von einem mit 15-20°dKH unterscheiden. Grüße, Sandor |
Hi Sandor,
du bist anscheinend Chemisch ganz schön bewandert. Ich kann deine Rechnung nicht nachvollziehen, aber sie erscheint erstmal plausibel. Da hätte ich neben dem theoretischen Teil mal eine praktische Frage: Wie kann man die gefährliche Konzentration von CO2 im entsalzten Wasser ohne Zwischenlagerung und Ausgasung durch Sprudelstein den noch senken? Wenn man viele Becken hat, nervt die Zwischenlagerung für das Ausgasen schon - ich habe ewig gesucht, aber nichts praktikables ausser der Durchlüftung gefunden. danke x |
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Zu dem Trick mit dem Luftsprudler: Könnte es ausreichend sein wenn ich das Wechselwasser über einen einfachen Duschkopf auf die Wasseroberfläche plätschern lasse? Zitat:
Gruß Andre |
Moin,
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Insofern ist Andre´s Idee mit dem Brausekopf nicht so schlecht. Stellt sich nur die Frage, ob Dein Vollentsalzer genug Druck aufbaut, um am Duschkopf für Zerstäubung zu sorgen. Ich gieße das Wasser aus meinem Vollentsalzer (kleine Sammeltonne) mit dem Messbecher aus ca. 0.5 Meter in den Eimer. MMn ist das vollkommen ausreichend und negative Auswirkungen hab ich auch noch nicht bemerkt. Grüße, Sandor |
Hallo Sandor,
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war nicht meine Idee:rolleyes: alles nur geklaut :hrh: Mein Mischbettfilter hat mehr als genug Fließdruck für nen Duschkopf. Aber da ich nach der letzten Erfahrung mit dem WW etwas vorsichtiger zu Werke gehen möchte, werde ich mir wohl eine kleine Tonne fürs Ausgasen des Wechselwassers besorgen und nicht mit irgendwas rumprobieren. Ich dachte nämlich eher an eine Vermehrung des Bestandes, weniger an eine Dezimierung:fishing: Gruß Andre |
Moin,
mir ist da gerade etwas aufgefallen. Kann sein das ich da falsch liege :o . Soweit mir bekannt, gibt der kati das CO2 frei und das Kati Wasser ist stark CO2 haltig (ich wechsele trotzdem aus dem Kati direkt, ist alles nur eine Frage der menge). Nun dachte ich eigentlich das bei einem Vollentsalzer durch den Ani das CO2 wieder neutralisiert wird?! Ist das jetzt falsch? MFG Michael |
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