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Walla 13.09.2005 16:11

Hallöchen Benny,

jetzt habe ich da aber eine andere Sichtweise. Als Fachmann in Sachen Wasserleitungen behaupte ich, dass es mit größter Sicherheit zu Verlusten kommt. Je länger der Schlauch, desto größer der Widerstand.

Des Weiteren würde ich unter Abwasser, das Spülwasser verstehen. Dieses leitet man ja nun nicht gerade ins Aquarium, es sei denn, Du hältst Afrikanisch Cichliden aus dem Grabenbruch. Auch würde ich persönlich nicht das Osmosewasser direkt ins Becken leiten, sondern mit Leitungswasser mischen, bis ich den gewünschten Wasserwert erreicht habe.

Abschließend möchte ich noch anmerken, dass ich eine Osmoseanlage betrieben hatte, bis ich in der glücklichen Situation war, eine geeignete Quelle zu finden.

Liebe Grüße
Wulf

PS ich schleppe täglich 100L Wasser von der Quelle.

barmann76 13.09.2005 16:11

Hi

Mmh, wäre auch ne Möglichkeit. Osmosewasser in eine Tonne o.ä. und dann per Tauchpumpe in die AQs. Vorteil wäre, die Osmoseanlage kann auch unbeaufsichtigt laufen ( Dichtigkeiten vorausgesetzt ), was bei bei Direktfüllung in die AQ nicht klappen würde ( gerade bei den kleinen Becken ). Bloß, wo lass ich die Tonne ? Sowohl leer ( na gut, Balkon oder Nische im Flur ) aber vorallem während des Füllens ? In der Küche ein 200 Liter Monster ? Oder ich versetze die Osmoseanlage ins Badezimmer. Dann kann die Tonne in die Badewanne und wenn sie voll ist und ich nicht rechtzeitig stoppe läuft der Überschuss in die Kanalisation. Aber, wo um Gotteswillen schließe ich die Osmoseanlage im Bad an ? Die Mischbatterie Dusche/Wasserhahn wäre möglich. Ich grübel weiter.

Essstäbchen zur Stabilisierung ? Wie das ?


Gruß Benny

barmann76 13.09.2005 16:17

Hi Wulf

Selbstmurmelnd soll Osmosewasser ins AQ und nicht das Restwasser. Naja, ich hatte vor, meine L 134 an komplett Osmosewasser zu gewöhnen. Berliner Leitungswasser ist schon relativ hart (KH um die 10 und GdH um die 14) und der PH schwankt bei 7,6.

Ich hörte nur Gutes darüber, wenn komplett mit Osmosewasser gehältert wird (bei entsprechenden Arten natürlich) und das Becken ist auch pflanzenlos. Eine Quelle habe ich nicht in der Nähe.


Gruß Benny

Aynim 13.09.2005 16:44

Hallo,
wenn du nur Osmosewasser nimmst musst du dieses mit Mineralsalzen etwas aufhärten, da reinem Osmosewasser jegliche Mineralien fehlen und die sind auch wichtig für die Fische.

Gruß Alex

Volker D. 13.09.2005 17:26

Hallo Benny


Kannst auch 10 m Schlauch dran machen, das Wasser will ja irgendwo hin und es baut sich ein Eigendruck auf, der das Wasser immer weiter schiebt, da seh ich keine Probleme, ausser du willst 20 m Höhenunterschied überbrücken.

Ich hatte immer eine Regentonne auf dem Balkon stehn für das Osmosewasser.
Über Nacht laufen lassen, am nächsten Tag WW.

Zitat:

Zitat von Aynim
Also wenn jemand einen Verbesserungsvorschlag hat wäre ich sehr dankbar.
Habe mir schon überlegt eine Regentonne aufzustellen wo das Osmosegemisch reinkommt und dann mit einer Powerhwead durchs Fenster in die erte Etage, aber die Förderhöhe bringt ja keine Powerhead.

Und es gibt bei Conrad oder im Bauhaus günstige Tauchpumpen, die schon ein paar Meter Höhenunterschied überbrücken können.
mfg

Steffi_273 13.09.2005 17:40

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@Aynim

Kurz und schmerzlos: aus 1 mach 2!
s.a. angehängtes Bild. Oben Waschmaschine, unten Osmose. Beides kann gleichzeitig laufen. Zum Betrieb der Osmoseanlage muß lediglich der Waschmaschinenhahn ebenfalls aufgedreht sein.

Zitat:

Zitat von Walla
Als Fachmann in Sachen Wasserleitungen behaupte ich, dass es mit größter Sicherheit zu Verlusten kommt. Je länger der Schlauch, desto größer der Widerstand.

Klingt logisch, allerdings ist es bei mir wirklich so, daß die Leistung gleich geblieben ist. Also...nich' hauen Benny, wenn's bei dir nicht so ist.

Gruß,
Steffi

Deedel 13.09.2005 17:56

Moin Benny,
mich irritiert,daß Du das Osmosewasser direkt ins Aquarium leiten möchtest.Entweder Du machst jedesmal nur 5-10 Liter Wasserwechsel oder Du hast eine Anlage mit einer Leistung von 100 L/Std !?! Desweiteren kannst Du doch so garnicht die gewünschten Wasserwerte einstellen.Außerdem werden über kurz oder lang,wie von Alex schon geschrieben,erwünschte Mineralien und Spurenelemente zu einer Mangelware.
In reinem Osmosewasser wird es KEIN Fisch überleben :nnd: Reines Osmosewasser ist TOTES Wasser.
Also stell Dir eine Tonne hin ,fange das Osmosewasser auf und mische es entweder mit LW bis zu den gewünschten Werten oder füge Mineralsalz hinzu,bis Du die Gewünschten Werte erreicht hast.Damit bist Du immer auf der sicheren Seite und der Wasserwechsel geht so auch schneller,wenn Du das Wasser aus der Tonne mit einer Pumpe in die Aquarien pumpst.Ich mache es ebenfalls so.Nur das ich teilweise statt Osmosewasser auch Regenwasser oder Wasser aus dem Mischbettentsalzer verwende.
Gruß Deedel

Volker D. 13.09.2005 18:21

uui ui Deedel


Warte mal bis Walter wach ist.

Soweit ich weiss, hält er seine Tiere in reinem Osmosewasser.

Zitat:

Zitat von Walter
Im Rio Xingu bei 20 µS/cm gehen die Tiere auch nicht an Mineralmangel ein, ins Aquarium kommen die meisten Mineralien durch Futter.
Ich verwende übrigens auch reines UO Wasser für meine Welse


mfg

Fido 13.09.2005 18:44

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Hi Benny und Leutz,

was gerade angesprochen wurde, wieviel Osmosewasser benötigst du denn in die Woche und wieviel schafft denn deine Osmoseanlage?

Ich meine, ich benötige etwa 100L die Woche und meine Osmoseanlage macht 30-40 L/h. Gemischt wird das Wasser inne 175L-Tonne, 2 x 1,5 h inne Woche hängt die Osmoseanlage am Duschabgang, dann kommt sie wieder im Schrank und die Dusche wieder ran. Der Aufwand ist minimal, auch wenn ich sicher auch meine 10m mit den Eimern hantiere. Dafür kann ich inne Tonne meine gewünschten Werte einstellen, keine Leitungen inne Bude und die Osmoseanlage hängt nicht ständig irgendwo rum.

Ob reines Osmosewasser direkt ins Becken gut ist, kann ich nicht beurteilen, aber genannte Punkte btw Mineralien klingt logisch. Von Gardena gibts son Stecksystem, da gibts sämtliche Kupplungen.

Grad mal nen pic gemacht. Da erkennste halt das Anstecksystem, den Fisch meiner Tochter und am Wasserhahn, wie hart das Wasser in Berlin ist:)

https://l-welse.com/forum/attachment...ntid=958&stc=1
pic2.jpg

Gruß Fido

Baron Ätzmolch 13.09.2005 19:38

Mahlzeit!

Erstens mal funktioniert Umkehrosmose nicht ideal, d.h. es werden nicht alle Salze zu 100% entfernt, sondern (abhängig von verschiedenen Faktoren, auch von den unterschiedlichen Ionen selbst) nur zu paarundneunzig %, und zweitens macht keiner einen 100% Wasserwechsel mit reinem Osmosewasser.

Und das Wasser im Becken ist auch nicht chemisch rein, sondern organisch belastet, und diese organische Substanz wird durch Mikroorganismen mineralisiert, und auch die Fische ernähren sich, schei..en und pi..en und geben Ammonium ab, und schon haste deine Mineralien im Becken.

Ob ich jetz' 'nen kleinen Wasserwechsel mit reinem Osmosewasser mache oder einen großen mit zuvor wieder aufgesalzenem oder verschnittenem Osmosewasser, bleibt sich doch praktisch gleich.
"Verschnitten" wird's im Becken sowieso, nur ist die erste Methode dann bei weitem wirtschaftlicher.

Deshalb verstehe ich auch hier schon wieder die ganze Entrüstung nicht.

--Michael


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