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Tomsky 01.02.2004 00:24

Hallo,

Zitat:

Dass sie billig sind weiß ich auch - wer weiß, ob die nicht massenweise von ein paar Indios für zwei Tagesrationen Zigaretten die Berge runtertransportiert werden...
Entschuldigt bitte, dass ich noch immer bei den Fängern bin und den Weg vom Zoogeschäft nach Hause noch gar nicht beachte, denn der Beitrag von Klaus gibt mir noch zu denken.

@Klaus: Diese Indios ernähren ihre Familien aus dem Erwerb vom Zierfischfang, um 2 Tagesrationen Zigaretten geht es da Keinem. Du züchtest Fische und verstehst was davon, aber gehe doch mal bitte kurz in Dich. Vielleicht sind das Menschen wie Du und ich, die nur einem Broterwerb nachgehen.

Tomsky

andi 01.02.2004 00:38

Hi Thomas,
Zitat:

Originally posted by Tomsky@1st February 2004 - 01:28
Hallo,

Zitat:

Dass sie billig sind weiß ich auch - wer weiß, ob die nicht massenweise von ein paar Indios für zwei Tagesrationen Zigaretten die Berge runtertransportiert werden...
Entschuldigt bitte, dass ich noch immer bei den Fängern bin und den Weg vom Zoogeschäft nach Hause noch gar nicht beachte, denn der Beitrag von Klaus gibt mir noch zu denken.

@Klaus: Diese Indios ernähren ihre Familien aus dem Erwerb vom Zierfischfang, um 2 Tagesrationen Zigaretten geht es da Keinem. Du züchtest Fische und verstehst was davon, aber gehe doch mal bitte kurz in Dich. Vielleicht sind das Menschen wie Du und ich, die nur einem Broterwerb nachgehen.

Tomsky

*malnelanzefürklausbrechend*
ich glaube nicht das Klaus mit seinem Statement die Indios angreifen wollte, eher einige von denen die deren evtl. Gutmütigkeit ausnutzen wollen.

Walla 01.02.2004 08:17

Hallöchen Martin,

erstmal muß ich klarstellen, daß ich Zoohändler war.

So, nun zum Preis der Zebras. Wie weiter oben schon erwähnt bekommt der Fänger nur sehr wenig für seinen Fang. Berücksichtigt man dann den Transport über viele Stationen, wo es pro Station immer mehr Fische werden bis sie endlich am Flughafen gelangen. Bei jeder Station wird umgepackt und aussortiert.

Über diese Prozedur gab es mal einen Film (leider weiß ich nicht mehr wer den gemacht hat, ist schon viele Jahre her). Da wurde vom Fang der Tiere bis zum Eintreffen in Deutschland berichtet. Die Hälterungsbedingungen waren teilweise sehr schlecht.

Jedenfalls aus diesem besagten Film habe ich mein Wissen. Sicherlich haben sich diese Bedingungen in der Zwischenzeit etwas geändert und ich wollte auch nur anmerken, daß es da einen gewissen Ausschuß gibt. Wie hoch dieser ist weiß ich nicht. Aber mal eine Frage: Wieviel Zeit vergeht wohl vom Fang des ersten Fisches bis dieser in ein Hälterungsbecken eines Importeurs in Deutschland ist? Ich denke, da sind dann schon einige im Fischhimmel.

Liebe Grüße Wulf

Walter 01.02.2004 09:13

Hallo Wulf,
es gab vor relativ kurzer Zeit (in den letzten Zwei Jahren jedenfalls) eine Dokumentation über die Cardinal (Neon) Fänger in verschiedenen Programmen.
Das mit den Centpreise pro Fisch stimmt bei L-Welsen auch nicht ganz, bei Salmlern und anderen massenhaft gefangenen Fischen natürlich.
Die Fische verbringen oft sehr lange Zeiten, Wochen bis Monate, bei den Fängern bis dann ein Aufkäufer vorbeikommt und sie ihnen abnimmt.
Dann nochmals längere Zeit bei den Exporteuren in deren Hälterungsanlagen, aber der Transport zu unseren Zierfisch(groß)händlern geht dann doch innerhalb kürzester Zeit vonstatten.

welshp 01.02.2004 09:23

Zitat:

Originally posted by Tomsky@1st February 2004 - 01:28
Hallo,

Zitat:

Dass sie billig sind weiß ich auch - wer weiß, ob die nicht massenweise von ein paar Indios für zwei Tagesrationen Zigaretten die Berge runtertransportiert werden...
Entschuldigt bitte, dass ich noch immer bei den Fängern bin und den Weg vom Zoogeschäft nach Hause noch gar nicht beachte, denn der Beitrag von Klaus gibt mir noch zu denken.

@Klaus: Diese Indios ernähren ihre Familien aus dem Erwerb vom Zierfischfang, um 2 Tagesrationen Zigaretten geht es da Keinem. Du züchtest Fische und verstehst was davon, aber gehe doch mal bitte kurz in Dich. Vielleicht sind das Menschen wie Du und ich, die nur einem Broterwerb nachgehen.

Tomsky

Hi,
also ...räusper.......selbstverständlich ging es mir nicht um Zigaretten! Die Zigaretten waren nur ein Synonym für die paar peanuts, die den Fänger gezahlt werden angesichts der manchmal hohen Preise, die die Tiere dann hier in den Läden erbringen sollen.
Andi hat das ja schon richtiggestellt.
Gruß Klaus :vsml:

andi 01.02.2004 10:08

Hi Wulf,
Zitat:

Originally posted by Walla@1st February 2004 - 09:21
So, nun zum Preis der Zebras. Wie weiter oben schon erwähnt bekommt der Fänger nur sehr wenig für seinen Fang.
naja, wenn du Preis so um die 20$-30$ als sehr wenig bezeichnest, dann gebe ich dir recht. Das war zumindestens der Preis der L46 vor etwa ein paar Wochen. Ich vermute aber mal das er inzwischen doch noch weiter angestiegen ist.

Claus Schaefer 01.02.2004 11:55

Hallo,

das läuft oft ziemlich unterschiedlich ab. Allerdings kenne ich auch nur ein paar Exportanlagen in Brasilien und weiß von einigen Fängern dort und Importeuren hier, wie es meistens vor sich geht.

Die Butter-und-Brot-Fische (Rote Neons usw.) werden häufig von Einheimischen gefangen und in Portionen zu hundert (oder mehr) Stück abgenommen. Wenn man bedenkt,dass so ein Fisch hier beim Großhändler auch nur ein paar Cent kostet, kann man sich denken, was der Fänger am Beginn der Kette dafür bekommt.

Diskus, Altum-Skalare und ähnliche „wertvolllere“ Arten werden von meistens gezielt suchenden Trupps gefangen, die mit speziell ausgerüsteten Booten unterwegs sind. Für einen schönen Fisch gibt es schon ein paar Dollar.

Bei den Harnischwelsen kommt es darauf an, wie begehrt die Art ist und wie schwierig sich der Fang gestaltet. Einen Hexenwels aus dem Sand zu sieben oder aus dem Falllaub zu klauben, ist kein so großes Kunststück.H. zebra und andere Stromschnellenbewohner aus tiefem, reißendem Wasser zu holen, ist dagegen gefährlich, und Tote hat es durch Tauchunfälle schon gegeben. Man braucht dazu auch einen Kompressor und vor allem leidensfähige Fänger, die auch besser bezahlt sein wollen.

Außerdem werden ab und zu Trupps aus erfahrenen Leuten in bisher aquaristisch unerschlossene Gebiete geschickt, um dort mal nachzusehen, ob sich der Fluss für weitere Unternehmungen lohnt.

Die Verluste sind gar nicht so groß, denn das Geschäft läuft ja nicht erst seit gestern. Man weiß schon genau, wie man die Fische am besten zwischenhältert, wann man das Wasser wechseln muss, wieviele pro Beutel gepackt werden können usw. usf. Größere Desaster gibt es meistens nur, wenn Neulinge am Werk sind, die z. B. zu viele oder zu große Fische in einen Beutel stecken. Aber im allgemeinen läuft das alles eher ordentlich ab.

Schöne Grüße
Claus :smk:

welshp 01.02.2004 20:41

Zitat:

Originally posted by Walter+29th January 2004 - 11:31 --></div><table border='0' align='center' width='95%' cellpadding='3' cellspacing='1'><tr><td>QUOTE (Walter @ 29th January 2004 - 11:31 )</td></tr><tr><td id='QUOTE'><!--QuoteBegin-Torwächterin@29th January 2004 - 08:19

@Walter ...nein das denke und weiß ich sogar. Aber es sind halt nicht die typischen bei 25°C und mehr zu haltenen Welse, gell. :hi: Das meinte ich damit.


Hallo,
die bei uns verkauften Chaetostoma werden in den Tieflandflüssen in Kolumbien und Venezuela gefangen, dort herrschen die gleichen warmen Temperaturen wie sie viele andere Harnischwelse benötigen, also sicher > 25°C.
Das mit den "kühleren" Temperaturen ist auch so eine Mär, die immer weiter erzählt wird. (es gibt sehr viele Arten der Gattung Chaetostoma, sie kommen überall vor, sicher auch in Gebirgsflüssen, und von Mittelamerika bis ins südlichere Südamerika. Nur die bei uns verkauften Arten (welche das sind weiß eh keiner genau) kommen garantiert nicht aus den kühleren Biotopen und sind bei für "Südamerika Becken" ganz normalen Wassertemperaturen zwischen 25 und ev. 30°C zu pflegen).[/b][/quote]
Also Walter,
meine erste Erkundigung spricht zunächst mal gegen deine Ansicht!
Ich habe Julian von Planetcatfish gefragt, der ja selber schon oft Chaetostoma vor Ort gefangen hat. Hier seine Antwort im Original:

JD> Klaus,

JD> I have collected Chaetostoma in the wild. They live in cool piedmont streams that range in all temperatures you mention, but the majority of Chaetostoma that reach the aquarium hobby are kept in 24-26. This is not because of economics, it is simply that cooler, high oxygen water fish do not transport well to shippers. The distance argument is wrong, many fish are collected days of travel away from shipping stations and are kept alive in a various number of ways.

JD> Chaetostoma or Bristlenoses are relatively easy to collect - in comparison to a zebra pleco and this is why they are priced as such.

JD> Jools

Gruß Klaus.
P.S.
Mit "you mention" meint er meine 20°C - 23°C!
Jetzt du wieder. :vsml:

Rolo 01.02.2004 21:04

Hi Klaus,

Ingo Seidel hat letztens in seinem SBBW-Vortrag "Welse die keiner mag - nur ich und Klaus" (oder so ähnlich :hmm: ) auch einen Satz dazu fallen lassen, der aber eher in die Richtung geht, was Walter sagt.
Klar, viele Chaetostoma Arten kommen aus den Gebirgsbächen. Aber gerade die Arten, die bei uns regelmässig eingeführt werden, wie z. B. C. thomasi, stammen aus den wärmeren Tieflandflüssen und benötigen eben nicht diese extremeren Bedingungen.
Aber diese Aussage bezog sich in erster Linie nur auf den C. thomasi, daher kann ich nicht sagen, wie es bei den anderen Arten aussieht.

Gruß,
Rolo

welshp 01.02.2004 21:16

Zitat:

Originally posted by Rolo@1st February 2004 - 22:08
Hi Klaus,

Ingo Seidel hat letztens in seinem SBBW-Vortrag "Welse die keiner mag - nur ich und Klaus" (oder so ähnlich :hmm: ) auch einen Satz dazu fallen lassen, der aber eher in die Richtung geht, was Walter sagt.
Klar, viele Chaetostoma Arten kommen aus den Gebirgsbächen. Aber gerade die Arten, die bei uns regelmässig eingeführt werden, wie z. B. C. thomasi, stammen aus den wärmeren Tieflandflüssen und benötigen eben nicht diese extremeren Bedingungen.
Aber diese Aussage bezog sich in erster Linie nur auf den C. thomasi, daher kann ich nicht sagen, wie es bei den anderen Arten aussieht.

Gruß,
Rolo

Hi,
die Antwort von Ingo steht noch aus in meinen Rumfragereien.:)
Gruß Klaus


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