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fischfreund22 27.02.2008 12:54

L 159 zur Zucht anregen
 
Hallo,

ich habe meine L 159 aus meinem 155 L Becken vor ca 4 Wochen in einen Zuchtwürfel 40x40x40 umgesiedelt.

Durch viel Holz habe ich einen konstanten PH Wert von 6.8.
Wassertemperatur liegt bei 27 Grad.

Ich füttere Sie nun alle 2 Tage mit Frostfutter:Artemia oder rote Mückenlarven, dazu eben noch Welstabletten als abwechslung.

Zu den Tieren:

Bock: ca 10-11 cm
Weibchen : ca 8 cm

die beiden sitzen ansich recht oft nebeneinander aber in die Höhle gehen beide nie.


Ich habe es auch schon mit 50 % Wasserwechsel und 23 Grad kaltem Wasser versucht da ich hier oft gelesen habe das kalte Wasserwechsel helfen können.

Leider passiert hier nichts, vielleicht jemand noch nen Tipp ohne das ich die beiden aneinander binden muss ??

Mfg

Nils

aulonocara 27.02.2008 13:55

hallo nils,

versuche mal das wasser noch etwas weicher zu bekommen, ph unter 6,5. wie ist deine gh und kh?

grüsse daniel

fischfreund22 27.02.2008 15:37

gh 7

kh 3

gerade getestet

heitro 27.02.2008 16:36

L159
 
Meine haben gestern 3 tage nach dem umsetzen in ein "frisches" becken gelaicht.

Hatte es nicht mitbekommen und mich gewundert, dass das Männchen permanent in der Höhle liegt.

Heinz

Sunshine 27.02.2008 17:10

Hallo zusammen,

da es ja Ancistrus sp. sind, wäre vielleicht die Fütterung mit Grünzeug nicht schlecht, wie z.B. Zucchini, Gurke, Paprika, Kartoffeln usw.
Ich würde nicht so viel Fleischkost füttern, denn es sind ja Aufwuchsfresser d.h. herbivor wenn ich mich nicht irre.

Baron Ätzmolch 27.02.2008 18:43

Zitat:

Zitat von Sunshine (Beitrag 145801)
es sind ja Aufwuchsfresser d.h. herbivor wenn ich mich nicht irre.

Mahlzeit!

Die Bezeichnung Aufwuchsfresser (Limnivore) sagt nix darüber aus, was die Tiere (hauptsächlich) fressen, sondern wie sie es tun, indem sie nämlich Aufwuchs aufnehmen. Aufwuchsfresser ist also kein Ernährungstyp und sagt nichts über das Futterspektrum aus.

Aufwuchs ist ein "Biofilm" mikrobiologischer und pflanzlicher Natur, eine Lebensgemeinschaft aus zahlreichen Mikroorganismen, Kleinstlebewesen, Algen, inkl. Detritus & Co.

Aufwuchsfresser generell als herbivor zu bezeichnen ist deshalb falsch. Die liegen irgendwo zwischen herbivor, omnivor und faunivor, je nach Art und u.U. auch Alter und je nachdem, was tatsächlich aufgenommen und vor allem auch tatsächlich verwertet wird.

--Michael

Wollt ihr das auch löschen, weil's nicht zum ursprünglichen Thema gehört?

fischfreund22 27.02.2008 19:58

danke dir , jedoch fressen sie auch das Frostfutter super schnell auf

L172 27.02.2008 20:26

Hallo!

Ja, die meisten Welse lieben Frostfutter über alles.
Ob ihnen das auf Dauer aber gut tut, ist eine andere Frage.

Grüsse,
Christian

Coeke 28.02.2008 01:31

Hi!
Zitat:

Zitat von Baron Ätzmolch (Beitrag 145806)
Aufwuchs ist ein "Biofilm" mikrobiologischer und pflanzlicher Natur, eine Lebensgemeinschaft aus zahlreichen Mikroorganismen, Kleinstlebewesen, Algen, inkl. Detritus & Co.

Ein Argument gegen sogenannter "Artbecken" oder der Aufzuchtbecken einer Gattung, oder?

Vielleicht bekommt man auch als menschlicher Helfer die Symbiose der Biotope in den heimischen Aquarien gebacken, es setzt aber wirklich die Erfahrung voraus.

Manchmal beisst man sich bei der Vermehrung die Zähne aus, nur weil ein klitzekleiner Faktor vielleicht nicht richtig ist. Sei es der richtige Aquarienpartner (Symbiose).

Gruß,
Corina

looser 28.02.2008 06:20

Moin,

gerade beim Ancistrus habe ich die Erfahrung gemacht, dass ein 2. Mädel gefehlt hat. Wieso? Keine Ahnung! Meine Kerle scheinen sich in einem kleinen Harem lieber zu vermehren ;-) .

MFG Michael

Sunshine 28.02.2008 10:03

Hallo zusammen:

@Michael:
Zitat:

Zitat von Baron Ätzmolch
... Die Bezeichnung Aufwuchsfresser (Limnivore) sagt nix darüber aus, was die Tiere (hauptsächlich) fressen, sondern wie sie es tun..

Danke für den Einwurf und die Beschreibung, schon wieder was gelernt.

Aber ist es nicht so, dass Ancistrus sp. in der Natur dann durch die zu häufige Aufnahme von fleischiger Kost zu stark verfetten und somit die Lebenserwartung verringert werden würde?

Ich hätte mir nun vorgestellt, dass Ancistrus sp. hauptsächlich durch Grünfutter zu einem guten Laichansatz zu bringen sind. Gibt es hierzu vielleicht ein paar Meinungen?

Baron Ätzmolch 28.02.2008 17:17

Mahlzeit!

Vorab nochmal was zur Begrifflichkeit:

Fleischfresser (Carnivore) gibt es unter den Fischen streng genommen keine, denn stets werden ganze Organismen oder Teile von Tieren gefressen, nicht nur das "Fleisch" (Muskeln).
Faunivore (Tierfresser) wäre die bessere Bezeichnung. Carnivor bzw. Carnivore hat sich aber in die Hirne eingebrannt und ist da schwer wieder heraus zu bekommen.

Zitat:

Zitat von Sunshine (Beitrag 145858)
Aber ist es nicht so, dass Ancistrus sp. in der Natur dann durch die zu häufige Aufnahme von fleischiger Kost zu stark verfetten und somit die Lebenserwartung verringert werden würde?

Ich hätte mir nun vorgestellt, dass Ancistrus sp. hauptsächlich durch Grünfutter zu einem guten Laichansatz zu bringen sind. Gibt es hierzu vielleicht ein paar Meinungen?

Dass die Vertreter der Gattung Ancistrus schon aufgrund ihrer anatomischen Merkmale (Maulform, Zähne, Besonderheiten des Verdauungstraktes) keine ausgesprochenen Faunivore sind, ist klar.
Dennoch nehmen sie nicht unerhebliche Mengen tierischer Organismen auf, die u.a. den schon erwähnten Aufwuchs darstellen. Und größere tierische Organismen werden sie nicht verschmähen, wenn sie ihrer habhaft werden können. Jeder Ancistrus wird bei Gelegenheit vorzugsweise an einem toten Fisch o.Ä. rumnuckeln als einen Stein abzulutschen. Denn das ist leicht "erbeutete" und billig "erworbene" Energie.

Die Bildung von Laich ist für den Fisch eine energieaufwändige Angelegenheit, denn die Eier enthalten ja die Nähr- und Baustoffe für die Entwicklung der Larve bis hin zum Jungfisch.
Und diese Energie bzw. Nährstoffe für die Sexualprodukte müssen die Elterntiere erst mal durch Nahrung aufnehmen. So erklärt sich der erhöhte Nahrstoffbedarf für die Fortpflanzung. Und tierische Nahrung ist fast immer "gehaltvoller" als pflanzliche (vorausgesetzt, sie kann auch entsprechend verwertet werden).

Wird mehr Energie durch Nahrung aufgenommen als insgesamt verbraucht wird, sinkt zuerst die Futterverwertung, dann trotzdem noch überflüssige Energie wird gespeichert in Form von Fett (im Darmgewebe, der Unterhaut, Leber, Gonaden).

Klar, fütter' einen Ancistrus in einem "sterilen" Becken auschließlich mit Rinderherz, Fischfilet, Muschelfleisch, gefrosteten Futtertieren u.Ä., und er wird bestimmt auf längere Sicht krank.
Andererseits, kein Pflanzenfresser unter den Fischen nimmt auschließlich pflanzliche Stoffe auf.
Bei Panaque z.B. ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass sie Holz verdauen und damit auch verwerten können, nur sitzen auf dem Holz auch Milliarden und Abermilliarden tierischer Kleinst- und Kleinorganismen, die mit aufgenommen werden.
Meines Wissens werden bestimmte Mikroorganismen im Darm zum Aufschließen der Holznahrung benötigt, inwieweit die große Menge der aufgenommenen Tierchen aber auch tatsächlicher Nahrungsbestandteil ist, hat glaube ich noch keiner so recht untersucht.

--Michael

skullymaster 28.02.2008 18:59

Hi Michael,

Einer Arbeit von Nelson et. al. ist zu entnehmen, das verschiedene
Pilzkulturen für die Aufspaltung des Holzes verantwortlich sind.

Leider steht auch in diesem Artikel nichts über andere tierische
Organismen, oder ich habs überlesen?

https://www-heb.pac.dfo-mpo.gc.ca/co...pdf/nelson.pdf



Grüße Tobi

fischfreund22 29.03.2008 18:25

So nun sind wir einen Monat weiter.

KH habe ich auf 2 geändert gut gefüttert und nichts passiert.

leider.


Kann es sein das die Tiere zu viel Bewegungen von mir merken da ich bei mir Paket habe , also ich meine das ich die kleinen störe ??

Mfg

Nils


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