![]() |
Sand oder Kies, Farbe?
Hallo an Alle
bin gerade am überlegen, mit welchem Bodengrund ich meine 2 Welsbecken einrichten soll (L 134 und L 46). Derzeit hab ich noch keinen drin, hatte aber mal schwarzen Kies, da ist aber viel Dreck im Kies versickert. Deshalb überleg ich, ob Sand nicht besser wäre. Wegen der Farbe hab ich gehört, dass die Welse dunklen Bodengrund bevorzugen, und dann weniger Scheu sind. Stimmt das, oder kann ich auch hellen Sand nehmen? Vielen Dank und viele Grüße Wolfi |
Hallo Wolfgang,
prinzipiell kannst du beides nehmen, je nachdem wie dein Geschmack ist. Ich persönlich bin kein großer Sandfan. Bei mir gab es meist Probleme, weil Pflanzen im Sand eingegangen sind (bzw. Futter von Welsen verschüttet wurde) und die Reste dann angefangen haben, sich im Sand zu zersetzen. Das ist natürlich eine starke Belastung für das Wasser, wenn man es nicht gleich merkt und das organische Material rausnimmt. Ingesamt ist Sand meiner Meinung nach schlecht geeignet für Becken mit Pflanzen. Ich bevorzuge daher feinkörnigen Kies von einheitlicher Größe. Auch die Farbe ist mehr oder weniger geschmackssache. Ich konnte bei meinen Welsen mit dunkler Grundfarbe feststellen, dass sie sich auf dunklem Untergrund wohler fühlen und weniger scheu waren. Bei Welsen mit heller Grundfarbe war es genau umgekehrt. Mfg, firewriter46 |
Hallo Wolgang,
Nimm das was dir persönlich besser gefällt. Achte aber beim Kauf des Kieses darauf, das er abgerundet istund keine scharfen Kanten hat. Falls es Sand werden sollte (habe ich auch), da gibts eigentlich nichts weiter zu beachten. Meine Welse zeigen sich deshalb nicht weniger. Reinigen solltest du den Bodengrund trotzdem wöchentlich um nicht gefundenes Futter aubzusugen. Vielleicht sagen ja noch ein paar andere Member etwas dazu. |
Hallo Wolgang,
ich habe beides in meinen Becken: Quarzsand und Kies (1-2mm). Beim Sand konnt ich feststellen, dass meine L 134 doch gerne mal etwas gebuddelt haben. Zudem hatten sie offensichtlich spass am Reinigen ihrer Röhren durch das rauswedeln des Sandes. Beim Kies passiert sowas gar nicht. Was die Gefahr des Moderns beim Sand angeht habe ich bisher auch noch keine schlechten Erfahrungen gemacht. Da kommt es sicherlich auf häufige und genaue Reinigung an, wobei beim Kies auch Reinigungsaufwand entsteht. Zudem könnte ich bei meinem Sandboden nicht sagen, dass der Pflanzenwuchs suboptimal wäre. Ganz im Gegenteil. Alles wächst und gedeiht prächtig. Letztlich sei noch gesagt, dass der Sandboden bei mir eine reine Entscheidung für meine Corys war. Dennoch lieben die L 134 den Sand auch. Ich rate zu einer Entscheidung anhand des Besatzes. Grüße der brauni |
Moin
...also ich hatte schon beides und muss sagen: nur noch Sand! Wenn man zu feinen Sand nimmt oder Sand mit verschiedenen Korngrößen zirkuliert das wasser im Boden schlecht und es kann zu den eingangs erwähnten negativen Effekten kommen. Wenn dr Sand jedoch eine einheitliche Korngröße hat haben sich bei mir noch nie irgendwelche schlechten Eigenschaften herausgestellt. Hab Sand von Aqua Global gekauft für mein 54er Becken und bin sehr enttäuct, der is zu fein und da fault es und die Pflanzen mögen den Boden nicht...im roßen Becken hab ich gröberen Sand (so ca. 0,6- 0,8mm) und da fühlen sich die Blümchen pudelwohl, und da fault auch nichts. Der Größte vorteil ist natürlich, dass wenn die Welse buddeln man keine braunen Mulmwolken im Becken hat, da der Mulm über die Sandoberfläche in den Filter gleiten kann. Wenn man den Richtigen Sand auswählt hat er meiner meinung nach nur Vorteile gegenüber Kies. mfg Ank |
Hallo zusammen,
ich verwende nurnoch den hellen Quarzsand mit einer Körnung bis 0,5 mm. Mit genügend Tds gammelt nix, die Pflanzen wuchern regelrecht, und die Welse können Gründeln als auch Löcher buddeln wie se möchten, da passiert nix. Grüße, Rocco |
Hallo,
ich nehme nur noch Sand. Mit dem Kies hatte ich nur schlechte Erfahrung gemacht wird nicht richtig sauber und die Welse fühlten sich damit nicht so richtig wohl. Seid ich auf Sand umgestellt habe sieht man sie häufig am buddeln oder einfach nur faul auf der Haut liegen. Dazu kommt natürlich das die TDS auch ihren Teil des sauber haltens beitragen. Letztendlich ist es ber deine Entscheidung. Die kann Dir niemand abnehmen. VG Becki |
HiHo !
Ich bin etwas verwirrt von der schon mehrmals gelesenen Aussage "negativer Effekt bei zu geringer Wasser Zirkulation im Boden (=> Moder)". Es ist doch so, dass zuviel Sauerstoff im Boden (eben infolge zu guter Wasser Zirkulation im Boden) die Nährstoffe oxidiert, sie damit wasserunlöslich macht, und somit den Pflanzen als Nährstoff vorenthaltet. Gerade bei den Eisen-Verbindungen ist dieses Phänomen wohl dokumentiert, und führt zu starken (braun, dunkel roten) Eisen-Oxid Ablagerungen an den Pflanzenwurzeln. Die Pflanze ist zwar von Eisen umgeben, kann es aber nicht aufnehmen. Bei anderen mineralischen Nährstoffen kann von ähnlichem Verhalten ausgegangen werden... Zudem siedeln sich im anaeroben (eben Moder-) Bereichen im Boden denitrifizierende Bakterien an, welche mithelfen Nitrat abzubauen. Zusätzlich sind diese anaeroben Bakterien in der Lage, schon oxidierte Nährstoffe wieder zu reduzieren (aus Sauerstoff-Mangel entreissen die Bakterien diesen Verbindungen den Sauerstoff) und machen die Nährstoffe somit wieder für Pflanzen verfügbar. Alles in allem sehe ich im Boden Moder eindeutig mehr positive Aspekte als "negative Effekte" ! Ich verwende zwar abgerundeten schwarzen Kies im Becken, habe aber darunter ne Nähr-Sand Schicht und habe bei den Schichttiefen darauf geachtet sie so grosszügig zu gestalten (zusammen ca. 10cm) dass da garantiert anaerobe Bereiche entstehen. Ich bitte um Diskussion :bae: Gruss Claude |
Hi!
Egal wie viele positive Eigenschaften faulender Boden auch haben mag, er isst Sauerstoff zum Frühstück und das kann ich in meinem Welsbeken nun wirklich nicht gebrauchen...und die aufsteigenden Faulgase stinken ;-) MFG Ank |
Zitat:
was glaubst Du was aerobe Bakterien (welche Du in gut gelüfteten Böden hast) zum Frühstück verspeisen ? :hrh: Ich wage zu behaupten, dass gut durchlüfteter Grund mehr Sauerstoff "killt"... Das mit dem "Stinken" stimmt natürlich *grins gottseidank gast mein Boden nicht zuu sehr ab hehe Gruss Claude |
Hallo,
Zitat:
Mfg, firewriter46 |
@firewriter46
WORD! LG Ank |
Zitat:
Wollte mich nochmals zu dieser Aussage äussern: Schimmel hat nichts mit aneroben Bakterien zu tun. Anaerobe Bakterien können unter anderem sehr giftige Suftanzen (z.B. Schwefelwasserstof) entwickeln, das ist korrekt. Dies geschieht aber nur unter speziellen Umständen, nähmlich wenn die Bakterien keine Kohlenstoff-Quelle mehr finden (z.B. weil die aerobe Filterung massiv überdimensioniert ist). Sie beginnen dann, Sulfat zu reduzieren. Da sich in den Becken ein Gleichgewicht zwischen Kohlenstoff-Quelle Eintrag in den Bodengrund und der Abbau-Rate im Boden entwickelt, ist dies nicht unbedingt ein Problem (Sulfat reduktion dient den Bakterien bloss als Notvorrat). Die Probleme entstehen erst, wenn das Gleichgewicht grob gestört wird, was jedoch auch bei aeroben Bakterien zu Toxin-Entwicklung führt ! Solche Störungen sind unter anderem: 1. Zu grosszügige Fütterung und nicht Entfernung der nicht gefressenen Reste => anaerobe Population im Boden wird massiv vermehrt Anschliessende Phase von Futter-Mangel => zu grosse Population im Boden hungert, wechselt auf Sulfat reduktion, giftige Produkte entstehen. 2. Zu regelmässiges und zu intensives Reinigen des Untergrundes: => Massive Störung der Verteilung und des Gleichgewichts im Bodengrund Folgende Seite finde ich zu diesem Thema als sehr informativ: https://www.aquaristik-hilfe.de/system07.htm Zudem nachzulesen in jedem guten Aquarium Buch, welches eingehend auf die Stoffwechsel-Chemie im Boden eingeht... Versteht mich nicht falsch: Ich behaupte hier nicht: - dass Futter-Reste im Boden vergammeln sollen - dass der ganze Boden anaerob sein soll (ist nicht möglich, oberste 3-5cm sind IMMER aerob) Gruss, Claude |
Hallo,
sobald Fäulnisprozesse oder andere zersetzende Prozesse organischen Materials von Bakterien stattfinden, werden Giftstoffe wie Ammoniak oder Nitrit entstehen. Deshalb muss der Bodengrund immer etwas luftig sein oder man muss eben darauf achten, dass keine organischen Reste sich irgendwo in den unteren Schichten anlagern. Und deine Quelle im Netz sagt nichts anderes dazu: "...anaeroben (sauerstofflos lebenden) Bakterien. Unter diesen Bakterien findet man solche, die vorwiegend reduktiv arbeiten können. Sie entziehen also anderen Stoffen den gebundenen Sauerstoff, um ihn in den eigenen Stoffwechsel zu integrieren. Dabei wird der beteiligte Stoff reduziert, z.B. Nitrat zu Nitrit (NO3 ---> NO2)" Du hattest gemeint, Moder im Boden habe positive Aspekte! Das ist aber eindeutig nicht so! mfg, firewriter46 |
Hallo firewriter46 !
hehe ok... hättest vielleicht bei Deinem Zitat noch die nachfolgenden zwei Sätze erwähnen sollen: "...anaeroben (sauerstofflos lebenden) Bakterien. Unter diesen Bakterien findet man solche, die vorwiegend reduktiv arbeiten können. Sie entziehen also anderen Stoffen den gebundenen Sauerstoff, um ihn in den eigenen Stoffwechsel zu integrieren. Dabei wird der beteiligte Stoff reduziert, z.B. Nitrat zu Nitrit (NO3 ---> NO2). Dabei sinkt die Redoxspannung deutlich ab. In diesem Bereich findet eine Anreicherung mit leicht verwertbaren Nährstoffen und Spurenelementen aus dem Reduktionsprozess statt. Dieser Bereich spielt für die Pflanzen die wichtigste Rolle. Weiterhin finden sich auch in diesem Bereich die Bakterien, die Nitrat zu Nitrit und Ammonium reduzieren. Dieser Prozess kann bis zum molekularen Stickstoff führen, der als gasförmiger Stickstoff in die Umgebungsluft entweicht oder im Wasser gelöst wird. ..." Zu dem entstehenden Nitrit/Ammonium: da dieser Prozess tief im Boden abläuft (und bedingt durch die Diffusions-Geschwindigkeits recht langsam) und man darüber ja aeroben Bodengrund hat (welcher die hoch diffundierenden, reduzierten Stoffe wieder oxidiert), denke ich nicht dass diese Stoffe als solche überhaupt bis ins Beckenwasser gelangen. Ganz klar ist aber der Zusammenhang mit der Verfügbarkeit der Pflanzen-Nährstoffe. In oxidierter Form nicht aufnehmbar, werden sie durch anaerobe Bakterien erst in eine lösliche und damit verfügbare Form gebracht. Zusätzlich sei hier auf die Langsam-Filter Technik verwiesen, welche mittels anaeroben Bakterien die Stickstoff-Verbindungen herunter bis zum Stickstoff reduziert, und somit Nitrat aus dem Kreislauf entfernt. Zudem sorgt sie dafür, dass die Pflanzen-Nährstoffe in gut aufnehmbarer Form vorliegen. Somit sorgt ein gut dimensionierter anaerober Filter für eine biologisch, wie chemisch bedeutend bessere Wasserqualität. Nachteil: sehr langsamer Filter, benötigt grosse Volumen. Guckste mal hier: 2m hohe 30cm Sandsäule... https://reefkeeping.com/issues/2006-...es/OHCRC46.jpg https://reefkeeping.com/issues/2006-02/totm/index.php Ist zwar Salzwass aber das Prinzip bleibt das gleiche... Gruss, Claude |
Zitat:
Für mein neues 1,4m² Becken hab ich mir Spielsand vom Bau...., nein das ist zu offensichtlich, vom ...haus geholt, laut mitarbeiter 0,3-0,6mm Körnung, der sollte eigentlich das mir so wichtige aerobe Millieu zur verfügung stellen. Wenn ihr Geduld habt werd ich euch meine Erfahrungen damit mal hier reinschmaddern, denn ich denke 1,99 pro 25Kg gegenüber der "normalen" 7-9€ für speziellen Aquarienbodengrund (egal welcher Körnung) ist schon mal ne gute Alternative, zumal mir die Farbe gut gefällt, ist halt ein schönes natürliches Grau/Braun. LG Ank |
| Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 05:46 Uhr. |
Powered by vBulletin® Version 3.6.8 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2026, Jelsoft Enterprises Ltd.
©2003 - 2024 L-Welse.com | Impressum