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Elke87 29.05.2011 10:55

Herz über Kopf L-Welse (L168)
 
Hallo liebe Forenuser,
ich habe mich gerade hier registrert, weil ich eine Dummheit/Leichtsinnigkeit begangen habe und nun bei euch Rat suche. :(

Zur Vorgeschichte:
Ich habe "gebraucht" vor langer Zeit Otocinclen übernommen. Die Otocinclen waren zu dem Zeitpunkt schon älter, aber das genaue Alter nicht bekannt. Jedenfalls starben nach mehr als einem Jahr einzelne der Otocinclen und ich wollte die Gruppe wieder mit Tieren aus dem Handel aufstocken. Das ging aber immer schief, die gekauften Tiere gingen innerhalb von Wochen alle nacheinander ein. Weil es sich bei Otocinclen meist um Wildfänge handelt und ich damit sowieso einen Gewissenskonflikt habe, habe ich mich nun gegen weitere Otocinclen entschieden und es leben nur noch zwei Exemplare bei mir.

Ich habe mich dann belesen, welcher Wels wohl anstelle von Otocinclen in Frage käme und fand, dass Antennenwelse gut passen würden...

Beim Fischhändler meines Vertrauens gab es auch schöne orange Antennenwelse... aber es gab auch wunderschöne L-Welse :y_smile_g
Über die hatte ich mich natürlich im Vorfeld nicht ausgiebig informiert.

Ich habe dem Vekäufer dann meine Aquarienparameter genannt und gefragt, ob man darin auch L-Welse halten könne und er antwortete mir, das hinge von dem L-Wels ab. Es war also kein pauschales "Ja", daher schloss ich auf eine ehrliche und kompetente Beratung.
Ich hatte mich in den L168 verguckt und laut Händler passte der auch zu meinen Aquarienparametern (abgesehen von der Temperatur, die ich von 22-24°C auf 25-26°C anheben solle - natürlich unter Beachtung, dass es dem bisherigen Besatz nicht schadet).
Und weil es sich laut Händler nicht ausschloss, schwimmen nun 2 Antennenwelse und zwei L168 (Nachzuchten) in meinem 180l Aquarium. :o

Zu Hause habe ich dann ausgiebige Recherche zu meinen neuen Mitbewohnern betrieben und bin doch auf einige Probleme gestoßen. :huh:

Aber zuerst die Parameter meines Aquariums:

Volumen: 180l
pH : 7,0-7,2
KH : 6°dH
GH : 8°dH
Temp.: 22-24°C (nachts/tags)
Filter: TetraTec Ex700
Heizstab: 200W, Stab war beim Juwel Rio180 dabei
Düngung: CO2-Anlage mit Nachtabschaltung, EasyCarbo und ProFito
Einrichtung: Sand/Kies mit 0,7-1,2mm Körnung, 2 Mangrovenwurzeln, Kokosnussschale, Lavasteine, Tonröhren und -höhlen und viele verschiedene Pflanzen.
Besatz: Ein Schwarm Perlhuhnbärblinge, 8 Dornaugen, 6 marmorierte Panzerwelse, 2 Otocinclen, Cambarellus Diminutus und Red Fire.

Nun meine zwei größten Probleme:

1. Der zum Aquarium gehörige Heistab bringt das Wasser nicht auf 26°C. Der Heizstab ist nicht voll eintauchbar und ich kann den Filterauslass nicht so einstellen, dass er gleichzeitig den Heizstab gut umströmt und dennoch für Oberflächenbewegung sorgt.
Bisherige Lösung: 300W Stab kurzfristig aus dem Nachbarbecken geliehen.
Aber eine Lösung auf Dauer ist das nicht. Welcher Heizstab mit welcher Leistung ist empfehlenswert? Mir wäre ein voll eintauchbarer auch lieb, den ich vielleicht schräg unter Wasser anbringen kann, damit er besser vom Wasser umströmt wird. Hat jemand zufällig Erfahrung mit dem EHEIM JÄGER Präzisions-Aquarienreglerheizer?

2. Das wohl größere Problem ist die CO2-Anlage. Ich habe bei meiner Intenetrecherche gelesen, dass meine wunderschönen L-Welse bei Verwendung einer CO2-Anlage sterben könnten. Ich habe schleunigst die CO2-Anlage auf 10 Blasen pro Minute runtergeregelt und die Oberflächenbewegung erhöht. Zusätzlich lasse ich nun nachts einen Sprudlerstein laufen und habe zur Vorsicht auf die Düngung mit EasyCarbo verzichtet. Durch das Runterregeln der CO2-Anlage und die zusätzliche Oberflächenbewegung ist nun jedoch der pH-Wert angestiegen (Der Dauertest zeigt einen "Ratewert" zwischen 7,3 und 7,9, ich mache später einen Tröpfchentest).
Die Bewohner fühlen sich jedoch eher bei einem niedrigerem pH wohl und außerdem möchte ich eigentlich auch nicht auf die Benutzung der CO2-Anlage verzichten - es sieht ja schon toll aus, wenn das Aquarium schön grünt und der Sauerstoff von den Pflanzen perlt. Es darf eben nur nicht zu Lasten der Bewohner gehen... also wird das wohl ein Spagat.
Ich habe nun schon einen Oxydator bestellt, den ich in kleinerer Ausführung bereits seit Jahren erfolgreich in anderen Aquarien verwende.
Hat jemand Erfahrung oder Ratschläge, wie ich den Spagat zwischen ausreichendem CO2 und trotzdem hohem Sauerstoffgehalt hinkriege?
Ich möchte eigentlich nicht auf Dauer die ganze Nacht einen Spudler laufen lassen, es bringt ja nichts, CO2 "teuer" einzuleiten und dann wieder rauszublubbern.

Ich freue mich über Ratschläge und Erfahrungsberichte. Reißt mir bitte nicht den Kopf ab, weil ich mich nicht vorher weitergehend informiert habe und vor dem Einzug der kleinen Kerlchen alles perfekt eingestellt habe. Ich habe mich einfach so in die Tiere verguckt und mich dann darauf verlassen, dass das schon ginge (und zumindest im Groben und Ganzen stimmen die Aquarienparameter ja wohl auch).

Danke schon mal für eure Hilfe!
Liebe Grüße,
Elke

AsterixX 29.05.2011 12:18

Hi Elke,

auch wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist.

zu 1.) Einen Heizstab kaufen der weniger Leistung hat, diese sind i.d.R. Kürzer.
Das soll heißen nimm etwas zum messen mit beim Kauf. Aber vorher die maximale Höhe bei dir ausmessen.
Ggf. mehrere kleine Heizstäbe verwenden!

zu 2.) Da gibt es keinen Spagat. Die Antwort ist recht simpel: L-Welse-Becken stehts ohne CO2.
Wie möchtest du das auch schaffen bei sauerstoffhungrigen Fischen denen du durch CO2 einfuhr das Leben beschwerst!

Zitat:

Zitat von Elke87
Ich möchte eigentlich nicht auf Dauer die ganze Nacht einen Spudler laufen lassen, es bringt ja nichts, CO2 "teuer" einzuleiten und dann wieder rauszublubbern.

Die Antwort hast du dir bereits selber gegeben.

Warum halten deine Fische ein Ph-Anstieg von 0,1-0,9 nicht aus?
Der erste Kompromis hast du bereits mit der Kombination Perlhühner und (i.d.R.) L-Welse bezüglich der benötigten Temperatur.

LG Frank

Elke87 29.05.2011 12:28

Hallo Frank,
danke für deine Antwort!
Wie ist es denn mit dem Oxydator?
Ich habe bislang Oxydatoren nur in Aquarien ohne CO2-Anlage verwendet.
In den Aquas mit CO2-Anlage sprudelt meiner Meinung nach genug Sauerstoff aus den Pflanzen - zumindest für den bisherigen Besatz. Nach allem was ich so lese, schließen sich CO2-Anlage und Oxydator nicht aus und es soll möglich sein, neben ausreichendem CO2- auch einen hohen Sauerstoffgehalt ins Becken zu bringen. Wenn das so klappen würde, wäre das ja quasi eine Traumlösung.
Liebe Grüße,
Elke

AsterixX 29.05.2011 13:06

Hi Elke,

aufgrund der Reaktionsgleichung (H2O <=> H2 + O2) ist dies nicht möglich.
Du kannst nicht beides gleichzeitig erhöhen lediglich ausgleichen.

Zitat:

Zitat von Elke87
In den Aquas mit CO2-Anlage sprudelt meiner Meinung nach genug Sauerstoff aus den Pflanzen

Wenn dem so ist warum Fragst du dann :hrh:.

LG Frank

Borbi 29.05.2011 13:32

Tag,

Zitat:

H2O <=> H2 + O2
..was hat Wasserspaltung denn mit CO2 zu tun..?

Grüße, Sandor

P.S.: Ich hatte zwar noch nie einen, aber ich hoffe doch, dass Oxydatoren keinen freien Wasserstoff im Aquarium erzeugen..?

Elke87 29.05.2011 14:00

Laut der Seite von den Oxydatoren wird aus 2 H2O2 -> 2 H2O und O2
Also kein freier Wasserstoff im Aquarium.
In anderen Aquarien (ohne CO2) benutze ich auch schon lange Oxydatoren und konnte keine negativen Folgen feststellen.

AsterixX 29.05.2011 14:31

Hi,

Zitat:

..was hat Wasserspaltung denn mit CO2 zu tun..?
Selbstverständlich nichts, dies sollte lediglich zur Veranschauung dienen :ce:.

LG Frank

Elke87 29.05.2011 15:11

Also wenn man O2 durch Oberflächenbewegung ins Wasser bringt, ist mir klar, dass man quasi zwangsläufig CO2 austreibt.
Aber wenn man O2 mithilfe der chemischen Reaktion des Oxydators einbringt, dann treibt man doch kein CO2 aus.
Demnach müsste man doch einen hohen O2-Gehalt und ausreichend CO2 realisieren können!? Mache ich einen Denkfehler!?

AsterixX 29.05.2011 15:17

Hi Elke,

du kannst die Gleichgewichtsreaktionen nicht beeinflussen.

LG Frank

Elke87 29.05.2011 15:57

Du meinst die Gleichgewichtsreaktionen im Fisch selbst, oder?
Ich glaube, jetzt ist der Groschen gefallen. :)
Wie ich das lese, ist es zwar möglich, gleichzeitig einen hohen CO2- und O2-Gehalt im Aquarienwasser herzustellen, allerdings führt das zu Hypoventilation, bzw. respiratorischer Azidose, bei den Fischen. Das ist natürlich nicht im Sinne des Erfinders.
Ich denke, ich werde dann die CO2-Anlage weiterhin auf einem Minimum laufen lassen und mit EasyCarbo düngen (evtl. die Dosierung verringern) und den Oxydator verwenden, um einen hohen O2-Gehalt im Aquarium zu erreichen ohne die geringe CO2-Zufuhr herauszublubbern. Um den pH etwas zu senken, werde ich dann demnächst ein Torfsäckchen ins Becken geben oder direkt eine Schicht im Filtertopf durch Torf ersetzen. :)
Klingt das nach einer Lösung?

Borbi 29.05.2011 16:07

Tag,

Zitat:

Selbstverständlich nichts, dies sollte lediglich zur Veranschauung dienen :ce:
Huh? Was soll die Wasserspaltung denn veranschaulichen?

Zitat:

du kannst die Gleichgewichtsreaktionen nicht beeinflussen.
Diese Gleichgewichtsreaktion spielt doch überhaupt keine Rolle!
Dazu ist das Redoxpotential viel zu niedrig! Wenn da irgendwas anfinge Wasser zu spalten, wäre die Sauerstoffversorgung der Fische jedenfalls eure kleinste Sorge..

Grüße, Sandor

AsterixX 29.05.2011 20:20

Hi Sandor,

was hast du mit deinem Wasserspalten?
Ich habe nie davon geschrieben, lediglich als ein Beispiel, zum besseren verstehen, genannt.
Welches aus Schulzeiten bekannt sein sollte!

Dann lieber Sandor erkläre dies bitte der Elke, sie wird sich sehr darüber freuen es von jmd. zu erfahren
der es ganz genau weiß wie das funktionert. Somit kann ich u.U. auch noch etwas lernen.

LG Frank

Borbi 30.05.2011 19:24

Tag Frank,

gegen Beispiele ist ja nix einzuwenden. Die sollten dann aber wenigstens entfernt mit dem Thema zu tun haben.

Wie die Reaktionsgleichung für Wasserspaltung erklären soll, warum man nicht gleichzeitig hohe Sauerstoff- und CO2-Konzentrationen haben kann, dafür bin ich jedenfalls offenbar zu blöd.

Nur weil einige Amine CO2 binden können und toter Fisch wegen Aminen so stinkt, haben Becken mit toten Fischen auch nicht gleich automatisch niedrige CO2-Werte (um ein beliebiges, logisches, aber trotzdem sinnfreies Beispiel zu wählen).

Grüße, Sandor

Walla 31.05.2011 07:38

Hallöchen Elke,

warum eine CO2-Anlage? Welche Pflanzen pflegst Du? Passen die L-Welse zu den Pflanzen? Viele L-Welse haben Pflanzen zum Fressen gern.

Verstehe auch nicht, warum Dein 200W-Heizer das Aquarium nicht auf locker 29°C bringen soll. Würde selbst aber lieber 2 kleinere nehmen, hier findet man genug Infos, weshalb.

Liebe Grüße
Wulf

thesaurus 31.05.2011 11:37

Hallo Elke,

das mit dem Heizer verstehe ich auch nicht ganz. Mein im Wohnzimmer stehendes 160-Liter-Aquarium wird von einem 100-Watt-Heizer locker auf 28°C gebracht. Zimmertemperatur ist so um die 24°C (außer bei über 30°C Außentemperatur). Also kann ich nur vermuten, dass etwas mit deinem Heizer nicht stimmt.

Gruß
Micha

nelix89 31.05.2011 13:32

Hi Elke,

nur mal wegen des Heizers: Hast du die Möglichkeit die ein oder andere Seite des Beckens mit Styropor zu versehen? Das könnte dein Problem lösen, da du an dieser/n Seite(n) weniger Wärmeverlust hättest.
Wenn nicht würde auch ich zu zwei kleinen Heizern tendieren, warum siehe beispielsweise hier.

Felix

AsterixX 31.05.2011 18:57

Hi,

@Sandor
Vielen Dank Sandor für die hinreichende Erklärung der eingangs erwähnten Fragestellung von Elke.
Der Zusammenhang wurde somit hervorragend herausgearbeitet und die anschließende ebenfalls sehr
aussagekräftigen Erklärung des Sachverhaltes - dem nichts weiter hinzuzufügen ist, selbsterklärend ist - sollte zwingend gepinnt werden.

@Heizer
Möglicherweise liegt die Ursache darin, dass das Heizgerät nicht vollständig im Medium Wasser eingetaucht ist!
Demzufolge gibt der Heizstab proportional zur Eintauchtiefe - gehen wir hier von einer Normalverteilung aus - die
dementsprechend umgesetzten thermische Energie im Wasser ab, die restliche umgeformte elektrische Energie
verteilt sich demnach in der unmittelbaren Umgebung und geht unweigerlich für die Erwärmung des hiesigen Aquariums verloren.
Somit wird schnell klar das eine proportionale Abnahme der Heizleistung dem Erwärmen des Wassers nicht mehr zur Verfügung stehen kann.

LG Frank

Alenquer 31.05.2011 20:57

Nahmd

Nach der Erklärung bin ich baff.
Volleintauchbarer Heizstab wurde nicht tief genug eingetaucht, nun ja.
Hab ich noch nie gehört das das einem passiert ist(oder zu ungeschickt beim Einbau?).
Bei mir waren die entweder kaputt oder falsch justiert(Eheim kann man justieren).

@Frank
Ich habe Sandor verstanden.

AsterixX 31.05.2011 21:16

Hi Volker,

ich auch, nur hilft das nicht der Fragestellerin ;).

LG Frank

Elke87 31.05.2011 22:26

Hallo zusammen,
danke für die vielen Antworten!
Was die O2-CO2-Kiste angeht, habe ich tatsächlich noch nicht genau verstanden, was ihr meint. Ich habe gelesen, dass sich CO2 und O2 unabhängig von einander im Wasser lösen und es daher theoretisch möglich ist, von beidem einen relativ hohen Gehalt im Wasser herzustellen (z.B. mittels CO2-Anlage und Oxydator, also ohne Geblubber). Andererseits kann man den "Gasaustausch am Fisch" nicht beeinflussen, d.h. wenn viel Sauerstoff und viel Kohlenstoffdioxid im Wasser gelöst ist, dann nimmt der Fisch beim Atmen einerseits leichter Sauerstoff auf, gibt aber (aufgrund des geringen Konzentrationsgefälles) nur wenig CO2 ab.
Da der Fisch aber genug Sauerstoff hat, erhöht er nicht die Atemfrequenz (dann würde er ja quasi hyperventilieren) - und deshalb wird er schlussendlich nicht genug CO2 los, was gesundheitliche Schäden verursacht. Also ist es nicht sinnvoll, gleichzeitig einen hohen O2- und CO2-Gehalt im Wasser herzustellen, weil es den Tieren schadet. Das ist das, was ich dazu gelesen habe und verstehe :)
Für mich würde das heißen: 1. Möglichst viel Sauerstoff einbringen (ob nun mit Geblubber oder ohne, also mit Oxydator), 2. Vorsichtig und mit geringer Dosierung CO2 einbringen, um den Bedarf der vielen Pflanzen gerade eben zu decken. (Nachtabschaltung ist wie gesagt ja eh drin.)

@Wulf: Ich pflege in dem Aquarium pflegeleichte Vertreter wie Anubia, Vallisnerien, brasilianischen und amerikanischen Wassernabel, indischen Wasserwedel, Javamoos, Javafarn, Fissidens Spec., Tausendblatt, Cryptocoryne Wendtii, verschiedene Echinodorusarten, Riccia Fluitans, Froschbiss... aber auch anspruchsvollere Pflänzchen, wie Pogostermon Helferi, Zwergperlkraut und Utricularia Graminifolia. Die meisten Pflanzen würden eine dauerhafte Abschaltung der Anlage wohl verkraften, ich weiß nur nicht, ob sich dann nicht auf Dauer ein Algenproblem einstellt. Ob die Welse einige der Pflanzen zum Fressen gern haben, wäre eigentlich nicht sooo tragisch - zumindest bislang mit CO2-Anlage wuchsen die Pflanzen quasi beim Zugucken und es perlte der Sauerstoff überall von den Blättern - der bisherige Besatz hatte auch nie "Luftnot", trotz CO2-Anlage. Wir nennen besagtes Aquarium auch "unsere grüne Hölle".

Was den Heizstab anbelangt:
Also das Becken ist nicht isoliert, steht aber im Wohnraum. Der Heizstab ist nicht voll eintauchbar, ist aber bis zur Markierung eingetaucht. Ich glaube, er ist erstens falsch "geeicht", weil er bei 24°C Wassertemperatur nicht dauerhaft eingeschaltet bleibt, wenn ich ihn auf die maximalen 32°C einstelle und zweitens wird er in seiner Ecke nur schlecht vom Wasser umströmt. Da er nicht voll eintauchbar und das Kabel kurz ist, sehe ich aber auch keine Möglichkeit, ihn passend in der Filterströmung anzubringen.
Zwei Heizstäbe hört sich nach einer sicheren Lösung an. Welche Leistung würde sich da für die 180l bei gewünschten 26-27°C und einer Raumtemperatur von ~20°C anbieten? Isolieren würde ich das Becken ungern - es steht im Wohnzimmer und aus optischen Gründen ließe sich nur die Rückwand isolieren, dahinter ist es jedoch eh schon eng genug, wenn ich mal Kabel hinterherziehen muss.

(Das Becken hat übrigens keine 24°C mehr, sondern dank geliehenem 300W-Heizstab muckelige 26°C - also nicht, dass jemand denkt, dass ich die armen Welse mit kalten Flossen habe sitzen lassen. :o )

Im Gegensatz zu den Antennenwelsen verstecken sich die neuen Pfleglinge übrigens den ganzen Tag über. Bislang habe ich aber jeden Abend einen der beiden gesehen - einmal sogar beim Fressen an einem Welstab.
Mir kommt es so vor, als wirkten sie auf der dunkleren Rückwand etwas braun/grau und sobald sie weiter vorne im richtigen Licht auf einem grünen Blatt sitzen, leuchtet ihre Farbe richtig.

Der pH-Wert ist mittlerweile bei "geschätzten" 7,8 angelangt. Der Dauertest zeigt zwischen 7,3 und 7,9, allerdings geht mein Tröpfchentest nur bis 7,6 (mehr brauchte ich bislang auch nicht^^) und die Färbung lag einige Nuancen außerhalb der Skala. Auf Dauer schreit das wohl doch nach Torf. Für eins meiner Bärblingaufzuchtbecken habe ich eine Weile über Torfgranulat gefiltert und habe noch etwas davon, ist das auch für L-Welse in Ordnung?

Vielen Dank für eure Hilfe!
Elke

l.ö.l 28.06.2011 20:05

Hallo allerseits,
zu dem Oxydator:
die Gleichung 2H2O2=2H2O + O2 stimmt, allerdings ist Wasserstoffperoxid in hohen Konzentration Gesundheitsschädlich deshalb würde ich davon abraten. Insbesondere auf Fische die empfindlicher auf Schadstoffe reagieren als wir ist es sinnvoll die Chemiekeule im Schrank oder der Apotheke zu lassen.
Es ist allerdings möglich eine gewisse CO2 Konzentration UND eine gewissen O2 Konzentration im Wasser zu haben, die Substanzen reagieren nicht miteinander. Somit wird da kein "Gleichgewicht" beeinflusst. Allerdings löst Wasser nur eine bestimmte Menge an Gasen diese Menge kommt auf das Gas selbst und die Kombination aus diesen an(NH3 löst sich zum Beispiel sehr gut O2 nur mäsig).

mfg Giuseppe


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