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Gitta 08.02.2005 00:15

Hi,

ich wollt nur mal berichten von einer vielleicht noch nicht allen bekannten unglücklichen Kombination von Vergesellschaftung.

Seit einem Jahr pflege ich 4 Pseudohemiodon apithanos, denen es auch anfangs recht gut ging. Sie sitzen zusammen mit 8 C65 auf 110 Litern in einem flachen Welsbecken mit feinem Sand und ein Paar Steinen und bepflanzten Blumenpötten.
Irgendwann Mitte des Jahres habe ich dann zur Algenbekämpfung ein paar Garnelen, Caridina simoni simoni, die sich in meinen anderen Aquarien gut vermehren, hineingegeben und mir nichts Böses gedacht.

Wann genau mir auffiel daß die Pseudohemiodon nicht gut fressen weiß ich gar nicht mehr. Ich habe alles durchprobiert: Futtersorten, Wasserwechsel viel/wenig, Strömungspumpe, Licht... Zum Schluß habe ich den Filter gegen eine Außenfilter getauscht und als das nicht half den Sand gewechselt wil ich dachte der wäre vielleicht verseucht. Immer noch keine Wirkung.
Zwischenzeitlich hatten sich bei einem Tier Wunden gebildet.
Inzwischen bekam ich von Ole die Nachricht, daß bei einem anderen BSSW Mitglied 8 Pseudohemiodon an solchen Verletzungen gestorben seien, die scheinbar von Tigergarnelen herrührten.

Ich habe daraufhin alles was ich an Garnelen finden konnte rausgeholt, habe aber keine Verbesserung gesehen.
Im Gegenteil, es wurde schlimmer. Irgendwann habe ich dann auch wieder Garnelen gefunden. Ich hatte sie scheinbar gar nicht ausgerottet, sie lebten nur versteckt.
Beim Filterreinigen kamen sie mir dann auch alle entgegen und 5 hingen noch im Gestrüpp.

Ein Tier ist leider mittlerweile verendet.
2 weitere haben schlimme große, blutige Wunden.
Nachdem ich die gesamte Deko entfernt habe und jeden Tag auf der Lauer nach Garnelen sitze habe ich sie glaube ich alle erwischt.
Die Wunden wurden schlimmer trotz Wasserwechsel und Erlenzapfen.
An fressen ist schon lange nicht zu denken.
In der schlimmsten Phase habe ich micht nicht getraut Bilder zu machen weil ich so frustriert war.

Ich habe mir dann Jod besorgt (Mercuchrom) und eine Pilzsalbe (Nystaderm), die Tiere täglich mit der Hand rausgefangen (das hassen sie wirklich sehr, sie sind extrem panisch), sie auf ein nasses Tuch Zewa gelegt, die Wunden trockengetupft, mit Jod beträufelt und danach etwas von der Pilzcreme draufgegeben. Dann Fisch wieder rein und Überdosis Easy Life. Das habe ich 4 Tage lang gemacht, und schon am 2. Tag war es besser:

[img]https://www.trockels.gmxhome.de/bilder/apis/wunde1.jpg' alt='' width='974' height='465' class='attach' />

So ist es heute (5 Tage später): Die vordere Wunde ist schon fast verheilt:

[img]https://www.trockels.gmxhome.de/bilder/apis/wunde2.jpg' alt='' width='614' height='461' class='attach' />

Einer der beiden Kandidaten ist schon fast wieder ok, und der hatte eine wirklich große blutende Wunde am Auge und 3 am Körper. Ganz fies... :(
Der andere war schlimmer dran, aber ich hoffe er packt es trotzdem.

Da ich ja weiß daß ich nicht die einzige Idiotin bin der sowas passiert ist schreib ichs hier rein, damit mal klar ist daß Garnelen niemals mit Welsen gehalten werden sollten, die nicht flüchten oder auf solche Art geärgert werden wollen.
Ich hoffe ich bekomme sie wieder auf den Damm :(

Gruß Gitta

Michael 08.02.2005 00:42

Hallo Gitta,

Es tut mir Leid für deine Tiere.

Mir ging es anderes herum mit einem L001. Ich hab keine Garnellen mehr gefunden. Auch hiervor sei gewarnt.

Tschüss

Michael

joern 08.02.2005 09:04

Moin Gitta,

Na, Du machst Dir ja sehr viel Mühe mit den "Kleinen".....

sag mal, hast Du den Eindruck, dass die Garnelen die Welse "anfressen", also aktiv "beweiden" oder könnte das so was wie eine allergische Reaktion sein ?

EIgene Beobachtung:
die L134 und 135 haben einen Höllenrespekt vor den größeren Radargarnelen....obwohl die denen ja gar nichts tun können (denk ich jedenfalls). Die lassen sich sogar von Tabletten wegjagen....

"Normale" Bienen dagegen wurden ignoriert.
Konnte bisher noch keine Schäden oder Verletzungen feststellen.

Gute Besserung !

Gitta 08.02.2005 10:22

Hi Jörn,

ich vergaß das zu schreiben.
Selber habe ich es nie gesehen, daß sie angeknabbert wurden. Darum habe ich auch so lange dran gezweifelt und nach anderen Gründen gesucht.
Ansage von Ole und Hans-Georg war, daß sie wenn sie hungrig sind auf den Welsen sitzen und sie anfangs zwacken so daß sie durch die Gegend schießen.
Die beiden haben es zumindest selber gesehen.
Wenn sie einmal auf den Geschmack gekommen sind kommen sie wohl immer wieder und weiden Schleimhaut ab bzw. machen kleine Löcher rein.
Genauso saßen sie auch auf P. lamina und haben Löcher reingefressen.
Wenn man dann mal eine Woche nicht da ist und die Garnelen nicht füttert werden sie wohl richtig garstig.

Gruß Gitta

skullymaster 08.02.2005 12:28

Hi Gitta!

Ich hab in dem becken, wo ich 3 Pseudohemiodon (wahrscheinlich platycephalus) halte, auch eine (übrigegeblieben) Amanogarnele drin, und versuche seit einiger Zeit sie rauszufangen, aber sie ist verdammt schnell, wenn man die überhaupt sieht. Den Pseudos geht es aber gut, sie sind bei Futter immer die ersten! :)


Grüße Tobi

PS: Hoffentlich werden deine Tiere wieder gesund!

Gitta 08.02.2005 14:29

Hi Toby,

soweit ich weiß gilt es auch nicht für alle Garnelen. Dieter H., der den Apithanosartikel geschrieben hat, hat auch amanos drin wenn ich mich recht entsinne und keine Probleme.
Ich bin kein Garnelenspezi, allenfalls Garnelenverseucht ;). Es gibt wohl welche, die von ihrer Anatomie her nicht in der Lage sind Löcher zu knibbeln.

Gruß Gitta

skullymaster 08.02.2005 18:02

Hi Gitta!

Zitat:

Hi Toby,
bitte mit "i" ;)

Auf jeden Fall hab ich es heute geschafft, die Amonogarnele rauszufangen, ist mir sicherer. :)

Grüße Tobi

Indina 10.02.2005 12:24

Moin,

ich sprach gestern mit einem Wirbellosenspezi, der meinte, dass dies Verhalten recht bekannt sei.

Ich wussts nicht.

Und konnte prompt gestern eine meiner Süsswassernadeln mit wohl entzündeter und ziemlich verpilzter Schleimhaut in die ewigen Jagdgründe befördern. 3 Tage lang habe ich sie für 3 Stunden in Ektozon gebadet - erfolglos. Und habe mich gewundert, wo diese Verletzungen herrühren mögen.

Und gestern sah ich dann eine der Garnelen (mir unbekannte Art mit langem Rostrum) auf ihrem Rücken grasen. Glücklicherweise ist es wohl eine der Arten, die zum einfachen Fortpflanzungstypus gehören ---> die nur 3 Garnelen waren also flott herausgeholt.

Es ist bereits die zweite Nadel, die so draufgeht.

Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob die Garnelen auch Verursacher der Schleimhautverletzungen sind - oder 'nur' deren Nutzniesser.

Bis ich gestern schaltete, und das Teil entfernte, war im Becken noch so eine Tonhöhle aus sehr rauem Material. Kann sein, dass die Nadeln sich daran feine Wunden holten, die die Garnelen dann beackern.

Gruß, Indina

Volker D. 10.02.2005 18:47

Hallo Gitta

Ich hoffe mal das die Tiere durchkommen.

Gut das ich keine Garnelen besitze somit geht es meinen beiden gut.

Wie gross sind denn deine Tiere jetzt ?

mfg

fisker 10.02.2005 19:21

Moin !

Im AF war letztens ein Artikel mit der Grundaussage, dass Garnelen der Gattung NEOCARIDINA schon durch ihre kjörperlichen Gegebenheiten nicht in der Lage sein sollen, derartige "Schweinereien" zu fabrizieren.

mainframe 10.02.2005 20:06

Hallo Gitta,

es scheint wohl wirklich nicht für alle Garnelenarten zu gelten. Hier sind sowohl bei den Sturisomas, wie bei den L134 und auch bei den L75 schon lange Neocaridina sinensis dabei (wahrscheinlich auch in den anderen Becken, aber dort habe ich sie nicht bewusst eingesetzt), und es gibt bisher keine Probleme.

Aber da Indina es auch angesprochen hat, wollte ich ebenfalls noch einmal auf eine andere Verletzungsmöglichkeit hinweisen, bitte schaut alle mal ins Innere von Tonröhren oder Höhlen. Eine solche mit rauhem Innenleben hat mich einen L200 gekostet, der sich darin verklemmt hatte.
Da ich die bei mir sehr scheu sind, sehe ich nie alle auf einmal, und habe daher das Unglück erst viel zu spät bemerkt.

Für deine Tiere drücke cih Dir ganz fest die Daumen.

Volker D. 10.02.2005 20:13

Zitat:

bitte schaut alle mal ins Innere von Tonröhren oder Höhlen
Flunderharnischwelse gehen nicht in Höhlen.
Sie vergraben sich im ausschliesslich im Sand und verlassen sich auf ihre Tarnung.
Sie kennen kein Fluchtverhalten und deswegen ist es gut möglich das sich die Garnelen dran gemacht haben.

Selbst wenn andere Fische an ihnen knabbern hauen sie nicht ab.

mfg

skullymaster 11.02.2005 12:22

Zitat:

Zitat von Motoro
Flunderharnischwelse gehen nicht in Höhlen.
Sie vergraben sich im ausschliesslich im Sand und verlassen sich auf ihre Tarnung.
Sie kennen kein Fluchtverhalten und deswegen ist es gut möglich das sich die Garnelen dran gemacht haben.

Selbst wenn andere Fische an ihnen knabbern hauen sie nicht ab.

mfg

Hi Motoro!

Also meine kennen durchaus Fluchtverhalten, wenn z.B. ein Ancistrus auf ihrem Rücken liegt und auch nur daran denkt sie anzuraspeln, schütteln sie ihn kurzerhand ab, auch bei der Fütterung sie sie immer die ersten!


Grüße Tobi

Gitta 11.02.2005 15:33

Liste der Anhänge anzeigen (Anzahl: 1)
Zitat:

Zitat von Motoro
Flunderharnischwelse gehen nicht in Höhlen.
Sie vergraben sich im ausschliesslich im Sand und verlassen sich auf ihre Tarnung.
Sie kennen kein Fluchtverhalten und deswegen ist es gut möglich das sich die Garnelen dran gemacht haben.

Selbst wenn andere Fische an ihnen knabbern hauen sie nicht ab.

mfg


Hi Motoro,

genau das ist das Problem.
Vergesellschaftung normaler L- oder was weiß ich Welse mit Garnelen meinte ich damit nicht, sondern speziell die Flunderharnischwelse.
Es _kann_ gut gehen, aber das Risiko ist eben da.

Der Wels sieht schon viel besser aus.
Was nun geholfen hat, Easy Life oder das Jod. Keine Ahnung, aber ise sind wohl über den Berg. Bin ich froh!

Gruß Gitta

Volker D. 11.02.2005 16:41

Und wie gross sind sie nun @ Gitta ?

Zitat:

Also meine kennen durchaus Fluchtverhalten, wenn z.B. ein Ancistrus auf ihrem Rücken liegt und auch nur daran denkt sie anzuraspeln, schütteln sie ihn kurzerhand ab, auch bei der Fütterung sie sie immer die ersten!
Abschütteln ist doch keine Flucht.
Wenn irgendwer draufliegt lutscht schon mal schnell am Auge, das einzige was rausguckt.

Meine Pseudohemiodon apithanos lassen sich das Futter zutreiben, kommt nur das Maul aus dem Sand.
Nachts sind sie wohl aktiver.

mfg

skullymaster 12.02.2005 16:28

Hi Motoro!

Zitat:

Abschütteln ist doch keine Flucht.
Wenn irgendwer draufliegt lutscht schon mal schnell am Auge, das einzige was rausguckt.
ok, Flucht nicht, aber man muss ja auch nicht gleich panisch gegen die Scheiben knallen, nur um einen Ancistrus loszuwerden!

Zitat:

Meine Pseudohemiodon apithanos lassen sich das Futter zutreiben, kommt nur das Maul aus dem Sand.
Nachts sind sie wohl aktiver.
Meine kommen auch tagsüber zur Fütterung raus und stellen sich bei Fressen oft wesentlich geschickter an als andere Welse, sie schnappen zum Beispiel auch MüLas, die noch nicht auf dem Boden liegen, sondern gerade heruntergesegelt kommen, dabei sind sie extrem schnell und wirbeln herum, um möglichst viele zu erwischen! :-)


Grüße Tobi


PS: ok, das hat sich erledigt, gerade ne Smiley-Vielfalt ist es aber nicht... :D

Walter 12.02.2005 17:41

Hi,

Zitat:

Zitat von Motoro
Flunderharnischwelse gehen nicht in Höhlen.
Sie vergraben sich im ausschliesslich im Sand und verlassen sich auf ihre Tarnung.

also ganz so verallgemeinern würde ich das nicht. Das ist ja nicht "Gesetz".
L. simillima gehen auch nicht in Röhren - trotzdem hat sich schonmal einer von meinen in einer Röhre verklemmt und ich mußte ihn mit sanfter Gewalt wieder rausziehen (nachdem der da zwei Tage drinnen zugebracht hatte...), Marion P-B sind, soweit ich mich erinnern kann, auch schon welche in Röhren verendet, weil sie nicht mehr raus konnten.

marion 13.02.2005 02:48

Zitat:

Zitat von Walter
Hi,



also ganz so verallgemeinern würde ich das nicht. Das ist ja nicht "Gesetz".
L. simillima gehen auch nicht in Röhren - trotzdem hat sich schonmal einer von meinen in einer Röhre verklemmt und ich mußte ihn mit sanfter Gewalt wieder rausziehen (nachdem der da zwei Tage drinnen zugebracht hatte...), Marion P-B sind, soweit ich mich erinnern kann, auch schon welche in Röhren verendet, weil sie nicht mehr raus konnten.


hallo walter!
tja das war ne hexe-und zwar in röhren mit mitteleingang beidseitig zu.
leider hab ichs zu spät gemerkt,die hexe hatte eine blase vom rubbeln an der rauhen röhreninnenseite,die sich dann entzündet hat.
erst hat sie sich erholt,dann aber ist es sehr schnell gegangen.
allerdings war die hexe sehr gross-so gross wie die ganze röhre.
hat zwar rein,aber nichtmehr rauskönnen :(
baba
marion

Volker D. 16.02.2005 17:58

Zitat:

. simillima gehen auch nicht in Röhren - trotzdem hat sich schonmal einer von meinen in einer Röhre verklemmt und ich mußte ihn mit sanfter Gewalt wieder rausziehen
Typische Höhlenbewohner sind ja nun nicht wie Du auch sagst.

Ich glaub das sie sich wenn dann auf Futtersuche in den Höhlen verirren.

Bei mir sind auch einige Höhlen drin, aber da ihr sagt das das passieren kann werde ich es mal lieber ändern.

mfg

sweetwalida 03.03.2007 21:11

Hallo,

uiii ich habe gerade das gleiche Problem ....

und etwa 60 Rückenstrich/Invasionsgarnelen im Becken ....7 Corys ....
na dann weiß ich ja was ich morgen mache :-(


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