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alpina 19.11.2005 08:10

Hallo liebe Gemeinde,

letzte Woche Montag (großer Wasserwechsel war den Sonntag davor) erfreute mich mein Sturisomapaar mit einem Gelege.

Zugegeben die Stelle wo es "hang" war ziemlich ungünstig. Am Ansaugrohr des Filters.

Gestern konnte ich nun schon sehen, daß in den Eiern kleine Welse zu sehen sind. das Schlüpfen stand also kurz bevor.

Da ich die Kleinen ja wieder seperat aufziehen wollte ging die Hektik los. Wo ist das Aufzuchtbecken, wo die Heizung? Und vor allem wohin mit dem Aufzuchtbecken? Beim letzten Mal stand es ja auf einem der anderen Becken. Und das war zugegeben ziemlich ungünstig beim Reinigen.

Ich hatte ja bereits eine extra Lüfterpumpe gekauft, da meinen anderen beiden bereits vergeben waren.

Also nochmal los zum Freßnapf. War die einzige Stelle, die ich in kürzester Zeit erreichen konnte, da es auch schon 19 Uhr war. Ich wollte eigentlich nur einen kleine Heizung kaufen, bin dann aber mit einem Komplettset nach Hause gekommen.

Ist ein wirklich winziges Becken:

40 x 25 x 25
mit Abdeckung und Minifilter.

Aber genau sowas hatte ich monatelang für die Aufzucht gesucht. Das Babybecken steht nun im Keller in unserem Partyraum. Partys sind jetzt erstmal nicht, den Fischlein zu liebe und sehr zum Zorn meines Mannes. Aber egal.

Ich habe also das Becken erstmal nur zur Hälfte mit Wasser aus dem Elternbecken gefüllt, den Filter angeschlossen und einen doch noch wiedergefundene Heizung installiert. Wassertemp. liegt bei 27 Grad. Als nächstes kam eine kleine Wurzel und Schwimmpflanzen. Danach eine Herrschar an Turmdeckelschnecken.

Nur das Größte Problem war noch nicht gelöst. Wie kriege ich alle Eier vom dem Ansaugrohr des Filters ab, ohne daß sie runterseegeln und gleich angesaugt werden.

Ich habe also den Filter erstmal gedrosselt und habe dann gaaaaaaaaanz vorsichtig die Eier mit einem Tupifexsieb abgekratzt. Mein Mann hat währenddessen einen Kescher drunter gehalten um die Eier gleich aufzufangen. Viele sind am Kescher vorbei gefallen. Aber ich habe diese dann mit Argusaugen auf dem Kies erspäht und aufgesammelt. Natürlich sind bei dieser Aktion auch schon kleine Welse geschlüpft. Die habe ich auch gleich mit rausgefischt.

Heute morgen waren die drei kleinen gereits geschlüpften Welse im Babybecken schon gut unterwegs. Die anderen brauchen wohl noch etwas. Die Turmdeckelschnecken sorgen aber gut dafür das die Eier in Bewegung bleiben und somit nicht verpilzen.

Ich bin wieder stolz und freue mich wie ein Schneekönig, daß ich jetzt auch das zweite Gelege habe retten können. Beim letzten Mal hatte es nämlich nicht im Elternbecken geklappt. Nicht daß die Wildguppys sie aufgefressen hatten, nein, der einzelene Molly hatte alle vertilgt.

Ich hoffe, daß bald auch die anderen kleinen Welse schlüpfen, dann versuche ich mal einige Bilder zu machen.

MFG
Bianca

KaiS 19.11.2005 09:56

Hallo Bianca!

Nächstes mal entferne die Eier einfach durch absaugen mit dem Luftschlauch!

Wenn man die damit seitlich kräftig losdrückt (nein, die gehen auch nicht kaputt) kannst du alle verlustfrei absaugen.

Durch das rubbeln mit dem Luftschlauch schlüpfen viele Larven sofort, andere später. Ich habs immer so gemacht, und konnte mich vor lauter kleinen Sturis kaum noch retten.

MFG Kai

alpina 19.11.2005 10:55

Hallo Kai,

danke für den Tip. Werde es nächstes Mal mit dem Absaugen versuchen.

Bisher haben die Eier auch immer an den Scheiben geklebt. Da war es dann ganz einfach. Habe sie immer mit einem kleinen Töpfchen abgerubbelt und auch immer alle retten können.

MFG
Bianca

Sturi 19.11.2005 15:48

Hi Bianca,

das zum-schlüpfen-bringen ist noch die einfachste Aktion. Schwieriger ist da schon die kleinen auch groß zu bekommen. Mit einem Extrabecken für die Aufzucht waren meine Verluste immer sehr hoch. Nach vielen Versuchen mit unterschiedlichen Hexen und Sturisomaarten kann ich diese Porscheaufzuchtkästen nur wärmstens empfehlen.
Als passendes Futter haben sich bei mir Cyclos eeze, getrocknete, aufgebrühte Brennesseln und Spirulinapulver sowie Mulm aus dem Elternbecken bewährt. Bei der Hygiene - das becken sollte ruhig etwas vermulmt sein - helfen Turmdeckelschnecken hervorragend.

Um Gelege an unmöglichen Stellen zu retten habe ich mir damals einen kleinen Trick ausgedacht. Ich habe einen kleinen Kescher umfunktioniert indem ich den Stiel abgeschnitten habe. Daraus habe ich einen Bügel gefertigt der den Kescher aufhielt. Das ganze wurde dann mit 2 Saugern über das Gelege gestülpt ... fertig. So konnten die kleinen schlüpfen ohne stiften zu gehen. Bei glatten Flächen ist das optimal. Problematisch ist das nur wenn das Gelege z.B. auf dem Silikon in der Ecke klebt - selbst wenn man den Kescher verbiegt gehen immer 3-2 junge stiften.

Ansonsten kann ich Kai nur zustimmen - das mit dem Luftschlauch geht sehr gut.

Gruß Andreas

welshp 19.11.2005 16:08

Zitat:

Zitat von Sturi
Hi Bianca,
Nach vielen Versuchen mit unterschiedlichen Hexen und Sturisomaarten kann ich diese Porscheaufzuchtkästen nur wärmstens empfehlen.
Als passendes Futter haben sich bei mir Cyclos eeze, getrocknete, aufgebrühte Brennesseln und Spirulinapulver sowie Mulm aus dem Elternbecken bewährt. Bei der Hygiene - das becken sollte ruhig etwas vermulmt sein - helfen Turmdeckelschnecken hervorragend.
Gruß Andreas

So habe ich das inzwischen auch mal gemacht, musste aber leider feststellen, dass das CyclopEeze die Poren des Artemia-Gitters verstopfte (jedes Mal!) und dadurch der Brutkasten überlief. :(
(Jetzt kommt bestimmt der Ratschlag, ein Gitter mit größeren Poren besorgen.......)

KaiS 19.11.2005 16:19

Zitat:

Zitat von welshp
(Jetzt kommt bestimmt der Ratschlag, ein Gitter mit größeren Poren besorgen.......)

Hi Claus!

Wieso denn das?

Da hilft auch ein gefräßiger Ancistrus!

Bei mir hat einer entdeckt, das da immer Futterreste hängen. Der kommt täglich mehrmals kurz vorbei, lutscht alles ab, und das Gitter ist wieder frei.
Obwohl er von außen nuckelt, bleibt da nix hängen.

MFG Kai

Sturi 19.11.2005 17:11

Hi,

ich habe den Kasten für meine Bedürfnisse estwas modifiziert wie hier beschrieben. Dadurch, dass hier eine sehr feine Matte zum Einsatz kommt, können die Babysturis in aller Selenruhe die Matte abnuckeln. Dadurch, dass sie über die gesamte Seite geht kann sie kaum verstopfen - irgendwoo kann immer etwas Wasser durchsickern.

Gruß Andreas

claudi1976 19.11.2005 17:34

Hallo @ all,

ich habe da auch ein Problemchen, nämlich ein Becken mit ner Juwel-Abdeckung. Meine LG6 haben gelaicht und ich dachte auch, schön, nimmste den Aufzuchtkasten. Nur kann ich den nicht einhängen, da ja die Abdeckung zu sein muß wegen der Katzen, die im Zimmer herumhüpfen :wacko:
Hat jemand eine Idee?
Dem LG6-Mann mußte ich bereits gestern sein Gelege klauen, da die Cory die Eier wegfressen wollten.

Sturi 19.11.2005 17:51

Hi,

mein Entwurf des Porscheaufzuchtkastens hatte keine Einhängehaken da ich das gleiche Problem hatte.
Ich hatte mir aus Markisenbändern (gibt es im Baumarkt - die Teile mit denen man Rollos hochzieht) zwei Schlaufen gemacht. Dann hatte ich mir 2 Stäbe aus PVC auf Länge geschnitten und diese auf die Steege des AQs gelegt. Die Schlaufen darum gehängt und darein den Porschekasten .. puh ich hoffe das war verständlich.

Gruß Andreas

Sturi 19.11.2005 17:56

Hi,

ich habe noch einmal eine Skizze gemacht.


claudi1976 19.11.2005 18:24

Hallo Andreas,

danke schön für die Zeichnung, nun habe ich es verstanden :-)
Dann werde ich mich mal ans Basteln machen!

alpina 20.11.2005 10:57

Hallo,

also ich habe beim letzten Mal die Kleinen auch in einem extra Becken gehabt.

Fütterung war wie folgt:

Sie habe das Futter bekommen, was auch die Alttiere bekommen. Allerdings habe ich es jedesmal in einer Einwegspritze vorher aufgelöst und dann im Becken verteilt. So haben sie sich von anfang an an das normale Futter gewöhnt. Es gab im Wechsel: Grüne Futtertabletten, rote Futtertabletten, Cichlidensticks, Diskusgranulat, Spirulinapulver, Cyclops FD gemahlen und entkapsulierte Artemia. Alles schon aufgelöst und sozusagen zu breit gemacht. Gibt wunderbar. Die kleinen Sturis waren immer sehr gefräßig. Ich habe 6 bis 7 mal am Tag gefüttert.

Das ah und oh ist wahrscheinlich auch die Wasserqualität. Ich habe vor jedem Füttern ca. 1 Liter Wasser getauscht (Das Beckenvolumen faßte ca. 7,5 Liter). Und einmal die Woche habe ich die Hälfte des Mulms abgesaugt.

Hat alles wunderbar geklappt. Ich habe von anfangs 60 Jungtieren 20 groß bekommen. Und das beim ersten Versuch die Kleinen seperat aufzuziehen. Ich denke mal das ist schon ganz gut.

MFG
Bianca

Sturi 20.11.2005 12:42

Hi Alpina,

dass mit dem häufigen Füttern ist bestens geeignet, jedoch habe ich mit den Einhängekästen im großen Elternbecken 60-70% bei manchen Gelegen (selten)fast 90% durchbekommen.
Bei den Einhängekästen hat es sich als Vorteil erwiesen immer 2-3 Tiere aus dem letzten Gelege im kasten zu belassen (beim Einsatz mehrerer Kästen). Es geht die Geschichte, dass die kleinen Sturis Bakterien aus dem Kot der Großen für den Aufbau ihrer Darmflora benötigen - diese also als Mulm benötigen.

Gruß Andreas

alpina 20.11.2005 15:32

Hallo Andreas,

ich würde ja auch gern so einen Einhängekasten benutzen. Wäre ja auch wesentlich praktischer als ein Extrabecken. Leider hat mein Göga aber zwei linke Hände *grins* und auch keine Lust für mein Hobby sowas zu basteln. Und ich selber traue mir das nicht ganz zu.

Habe mal bei Ebay solche Kästen gesehen. Die wären echt super. Nur leider finde ich sie nicht mehr. So ein Schitt.

MFG
Bianca

Sturi 20.11.2005 18:53

Hi,

einfach bestellen bei Gerd, der macht sie auch nach Sonderwünschen. Genaue Skizze und Masse kannst du bei mir per PM anfordern.

Gruß Andreas

jan 20.11.2005 22:32

hallo,

nachdem ich mein vorletztes gelege in verschiedene "einhänger" aufgeteilt habe, bin ich jetzt auch zu etwas selbst gebastelten übergegangen. hier ist einen zuchtbericht mit bildern:

https://vollger.de/aquaterraforum/ph...wtopic.php?t=8

bis jetzt sind von den ca. 35 geschlüpften noch 29 munter. hätte ichs nicht mit mehrerer techniken versucht, wärens wahrscheinlich noch weniger verluste.

gruß jan

alpina 21.11.2005 04:27

Hallo,

wenns kommt, dann kommt es dicke.

Nachdem ich vor geraumer Zeit bei Ebay solche Aufzuchtkästen gefunden hatte, mir aber dachte :"die brauchst Du erstmal nicht, ist ja eh kein Gelege da" und ich jetzt in einer Nacht-und Nebelaktion ein Minibecken gekauft habe, ist das Unmöglich eingetroffen.

Gestern beim Stöbern bei Ebay habe ich wieder so einen Kasten gefunden. Ganz frisch eingestellt. Natürlich habe ich gleich zugeschlagen (Sofort-Kaufen Option).

Nun bin ich für das nächste Mal gerüstet!!!! *freu*

Den Kleinen geht es gut. Sie fangen bereits an wie wild durchs Becken zu wuseln, wenn ich aufgelöstes Futter einbringe. Natürlich hatte ich beim gefüllen mit dem Wasser aus dem Elternbecken auch etwas vom vorhandenen Mulm mit reingetan. So wie beim letzten Mal halt.

Ich bin also zuversichtlich, daß ich wieder einige durchbekomme.

MFG
Bianca

jan 24.11.2005 20:44

hört das irgendwann auch mal wieder auf ?
jetzt schlüpft bei mienen sturis gerade das vierte gelege, und ich bilde mir ein, dass die dame schon wieder zu nimmt.



(hier im brutkasten sind jetzt schon 3 verschiedene gelege und der rest schwimmt schon im becken.)

die frage ist übrigens ernst gemeint. alle 3-5 wochen kleben die mir ca. 40 eier an die scheibe und mich würde interresieren, wie oft hintereinander normalerweise dies geschieht?

gruß jan

Sturi 25.11.2005 06:22

Hi,

das hört nur auf wenn du die Bedingungen etwas änderst (Temperatur konstant halten, Wasser etwas aufhärten...).
Du solltest deinen Tieren ruhig mal einen Monat Pause zwischendurch gönnen um Brutstress zu vermeiden. Ich habe das bei meinen Tieren auch immer so gehandhabt. Zuviele kleine in einem Brutkasten zu hältern kann auch zu Problemen führen daher ist eine künstlich eingefügte Pause ein gutes Mittel um Überbesatz zu vermeiden. Ich habe das immer nach 3 Gelegen etwas für Ruhe gesorgt.

Gruß Andreas

jan 25.11.2005 20:50

hallo andreas,

erstmal vielen dank für deine antwort.

die bedingungen sind eigentlich immer die gleichen, und die wasserhärte ist unverändert, (wie sie aus unserer leitung kommt). aber um den beiden mal ne pause zu gönen, werde ich sie mal in verschiede becken setzen.

gruß jan


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