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Acanthicus 26.09.2011 22:55

Faunenverfälschung made by IBAMA
 
Hi,

interessanter Beitrag: https://www.n24.de/news/newsitem_7289722.html

"Um die Nahrungskette wieder ins Gleichgewicht zu bringen, setzten Vertreter des Instituts rund 100.000 Tilapia-Fische, die zu den Barschen gehören, in den Gewässern in Piaui im Nordosten von Brasilien aus."

Hoplias malabaricus und Cichla sp. ok, die kommen dort sehr wahrscheinlich auch natürlich vor. (Wenn auch in anderen Mengen.) Aber immer wieder Tilapia. Die vermehren sich rasend schnell, sind dann nicht kontrollierbar und zerstören die heimische Fauna und Flora.

Bilder gibts hier: https://noticias.uol.com.br/cotidian...populacao.jhtm


lg Daniel

heitro 27.09.2011 08:30

Hallo Daniel,

...

Fischray 27.09.2011 11:20

Hi

Zitat:

"Um die Nahrungskette wieder ins Gleichgewicht zu bringen, setzten Vertreter des Instituts rund 100.000 Tilapia-Fische, die zu den Barschen gehören, in den Gewässern in Piaui im Nordosten von Brasilien aus."
:frusty:

Gruß Ralf

Bensaeras 27.09.2011 12:01

Hi,

zu diesem Thema (und zu einzelnen Maßnahmen) mag jeder seine eigenen Erkenntnisse haben. Ich persönlich finde aber, dass gerade das Thema der Faunenverfälschung für Aquarianer ein sensibles Thema ist. Aquarianer tragen in einem bestimmten Maße (sei es direkt oder indirekt, auch wenn der Aquarianer den Effekt nicht will, kann er aber eine Begleiterscheinung sein) mit zur Faunenverfälschung bei. Aufgrund ihrer Bedürfnisse werden Fische in bestimmten Regionen gefangen und gelangen über verschiedene Wege in ganz andere Regionen, in denen sie dann auch wieder geeignete Lebensräume vorfinden und sich schließlich in diesen etablieren.

So könnte man sagen, gegen solche Maßnahmen wie in diesem Artikel zu sein ist legitim (jede Meinung ist legitim), allerdings vermisst sie wenn man gleichzeitig auch Aquarianer ist die letzte Konsequenz. Als Vertreter einer kompromisslosen Meinung dürfte man dann nämlich auch keine Aquaristik betreiben (vielleicht hätte das auch Auswirkungen auf andere Bereiche, hier geht es aber gerade vorallem um die Aquaristik). Auch wenn man Faunenverfälschung zwar generell ablehnt und für sich die Erkenntnis gewinnen würde, dass man als einzelne Person durch sein Handeln sowieso nicht viel ändern kann, so ist in irgendeinem Verhältnis aber das persönliche Handeln immer mit Auswirkungen verknüpft. Seien diese infinitesimal klein und Wirkungen nicht spürbar oder sei es, dass man direkt Feedback erhält.


Viele Grüße
Ben

Acanthicus 27.09.2011 12:31

Hi Ben,

die Faunenverfälschung, die durch die Aquaristik betrieben wird ist nicht abzustreiten, sie existiert nachgewiesenermaßen an vielen Orten.
Allerdings gibt es da einen wichtigen Unterschied, und zwar handelt es sich hierbei nicht um ein paar Aquariaaner die ihre Procambarus und Guppies loswerden wollen, sondern um die IBAMA, die brasilianische Umweltbehörde. Gerade Tilapien sind dafür bekannt die einheimischen Arten zu verdrängen. Insbesondere in Afrika wurden schon immense Schäden dadurch angerichtet. Oft werden Tilapien auch ausgesetzt weil sie als schnell nachwachsende Eiweißresource geschätzt werden. Und es ist in diesem Fall nicht so, dass es keine Alternativen gäbe.

Nicht direkt zum Thema, aber interessant: https://www.practicalfishkeeping.co....t.php?sid=4324


lg Daniel

Walla 27.09.2011 13:33

Hallöchen Leute,

das Ganze geht sehr schnell nach hinten los. Denn die Tilapien sind das Futter der Piranhas. Diese sind dann gut konditioniert und erzeugen mehr Nachkommen als vorher.

Diese Geschichte erinnert mich an Mao. Er ließ fast die Reisfinken ausrotten. Jeder sollte sie fangen und töten, damit es bessere Ernten gibt. Der Erfolg war gravierend schlecht. Eine Missernte folgte der Nächsten. Grund, es wurde nicht bedacht, dass Reisfinken auch einen Haufen der Schädlinge fressen. Das Volk musste ein paar Jahre hungern, bis die Population der Reisfinken sich wieder erholt hatte.

Liebe Grüße
Wulf

bigbird 27.09.2011 23:04

Da kann man ja nur den Kopf schuetteln. Wuerde gerne mal wissen, was die sich doch gedacht haben. Als ob der Tilapia nur im berreich der Piranhas rum schwimmt. gruesse Jan

L172 28.09.2011 13:38

Hi!

Ich muss Daniel zustimmen. Es ist was anderes, ob ein paar Tiere einer Art irgendwo ausgesetzt werden, oder ob man 100.000 Exemplare einer Art aussetzt, die allgemein als Plage anerkannt ist...

Auch wundert es mich, dass Cichla und Hoplias als Piranha-Futter gelten, bzw. deren Eier fressen sollen...

hier habe ich noch einen Artikel gefunden:
https://www.180graus.com/geral/piran...er-460065.html
Witzig ist, dass das Bild nicht einen einzigen Piranha zeigt...

Grüße,
Christian

Acanthicus 28.09.2011 15:08

Hi Christian,

was Hoplias angeht glaube ich schon, dass die Piranhas klein halten können. Die Eier fressen sie weniger, dafür sind die zu klein und werden nicht als Nahrung angesehen. Was die Jungfische angeht glaube ich, dass sie die zum Fressen gern haben. Hoplias sind verdammt gute Räuber und ich möchte den Piranha sehen der einen Hoplias erwischt. Mit Cichla habe ich keine Erfahrungen gemacht.


lg Daniel

L172 28.09.2011 18:58

Hi Daniel,

dass beide kleine Piranhas fressen ist klar, adulte sollten aber zu hochrückig sein.
Was mich gewundert hatte, war das mit den Eiern (was ich eher den Tilapia zuschreiben würde) und eben, dass die Piranhas die Cichla und die Hoplias fressen...

Grüße,
Christian


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