Hallo Heidi
das Problem ist, das ein ein Problem ist, die Funktionen zu beschreiben.
Die Tiere haben unterschiedliche Ausdrucksmuster und können die Stärke der Streifenschwärzung sogar für die einzelnen Hauptstreifen getrennt regulieren (musste gerade ins Altum Becken schauen - dem ist so).
Hinzu kommen dann noch weitere Verhaltensmuster wie das Kopfnicken, die Stellung der langen Bauchflossen, hier insbesondere die Spreizung derselben, kurze Signale wie Flossenzucken oder besser -schütteln, welches auch den ganze Körper erfassen kann.
Die Stellung des Gesamttieres zum nächsten, also mehr Kopf nach oden oder Kopf nach Unten (Kehle anbieten) spielt ebenso eine Rolle.
Ist nicht so ganz leicht, daß in wenigen Worten zu erklären.
Die derzeit beste mir bekannte Zusammenfassung und Aufschlüsselung der Verhaltensmuster bei Skalaren findet sich in Paepke: Die Segelflosser
https://www.westarp.de/texts/89432845.php?K...54fb6899f5b70e8
Es ist zumindest recht rund und sehr schlüssig geschrieben und mit guten Zeichnungen der Muster bebildert. Wie ich an den verschiedenen Skalarformen, die ich pflege, sehen kann, ist das Grundmuster gut gefaßt, doch nicht ganz in allen Teilen getroffen (ist aber auch sehr schwer). Hinzu kommt wiederum, daß sich die einzelnen Skalarformen auch noch etwas unterscheiden. So sind die Peruaner insgesamt aggressiver als beispielsweise die flacheren Skalarformen. Bei den Altums sind viele Muster stärker ritualisiert und beschränken sich auf mehr auf Symbole als direkte Konfrontation.
Wäre eine schöne ethologische Arbeit.
Insgesamt ist die Kommunikation bei den Skalaren ausgeprägter als bei den Diskus, zumindest nach meinen Beobachtungen.
Gruss Ralf