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Alt 12.01.2004, 22:34   #8
Claus Schaefer
L-Wels
 
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Registriert seit: 28.03.2003
Beiträge: 327
Hi,

die Methode stammt aus der Speisefischproduktion, wurde und wird aber häufig auch in Ländern angewendet, die keinen so einfachen Zugang zu Aquarienfisch-Importen aus den Tropen haben/hatten.
Ein Extrakt aus der Hirnanhangdrüse (Hypophyse) der Karpfen wird exakt dosiert injiziert und bringt die Fische zuverlässig zum Ablaichen.
Auf diese Weise kann man etwa Prachtschmerlen züchten.
In Frankes Welskunde finden sich etliche Hinweise, dass bei verschiedenen Welsarten auch in der DDR erfolgreich so verfahren wurde.
Wenn allerdings alle Nase lang "neue" Arten importiert werden und die "alten" unter halbwegs naturnahen Bedingungen noch kaum die Gelegenheit hatten sich fortzupflanzen - wozu dann Hypophysierung?
Der Grund, selten verfügbare Fische zu vermehren, existiert doch gar nicht mehr. Und welche Leistung soll es denn sein bzw. welches vergnügen bereitet es, Fischen eine Spritze zu verpassen?
Nebenbei: Das muss angemeldet sein und darf nur von einem ausgebildeten Fachmann (Veterinär) vorgenommen werden; vielleicht dürfen Fischwirte das auch. Aquarianern ist es jedenfalls bei Glasbruch verboten!

Tschö
Claus
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