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Hallo Joern!
Ich hab Brochis multiradiatus über 4 Jahre gepflegt und ich habe hier im Forum auch über meine Erfahrung berichtet, dass meine Tiere außer
-Roten Mückenlarven
-kräftig roten nicht matschigen handverlesenen Wasserflöhen
-Tubifex
-Enchyträen
nichts anrühren.
Ich habe alles was es auf der Welt an weiteren Futtermitteln gibt durchprobiert, die auch mal ein paar Tage hungern lassen, aber es blieb dabei.
Ich habe eine Gruppe von 9 Tieren in 300L gehalten. Sie sind nicht übermäßig aktiv und brauchen desshalb nicht alzuviel Platz zum Ausschwimmen, aber bei bis zu 80g Rote Mücken am Tag halte ich kleinere Becken für gewagt. Gute Filterung und ordentlich Wasserwechsel ist bei solchen Fressmaschinen pflicht.
Laichansatz ist bei guter Fütterung kein Problem, aber die zum Ablaichen zu bringen ist mir nicht gelungen, auch wenn über Wochen getrieben wurde.
Meine Tiere entwickelten bei einer Temperatur um 25°C leichte Verpilzungen in der Region nach der Afterflosse und an den Spitzen der Pectoralen (trotz feinem Sand). Bei höheren Temperaturen (28°) sah das besser aus. Ein Bekannter hält meine Tiere jetz bei 30° und es scheint ihnen gut zu bekommen. Das Verbreitungsgebiet ist (nach den Fundortangaben in der Beschreibung von Brochis britskii) äquatornah. Es gibt aber auch sattelnasige Brochis im Pantanal, desshalb kann man wohl keine allgemeinen Angaben zur idealen Haltungs und Zuchttemperatur (Jahreszeitenwechsel) machen.
Das sind wirklich beeindruckende Tiere, schlag bloß zu!
Gruß
Ole
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