Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 06.11.2005, 19:33   #19
Fischray
BSSW-Nord
 
Benutzerbild von Fischray
 
Registriert seit: 20.12.2003
Ort: Wittingen
Beiträge: 6.230
Hi

Mopsköpfigkeit ist eindeutig nicht vererbbar.
Es ist ein Zusammenspiel falscher Bedingungen (Wasser und Futter)
beim Wachstum der Tiere.
Bei meinem ersten Loricaria simillima-Pärchen, das ich bekam,
war das Weibchen ebenfalls ein Mopskopf.
Ich vermehre sie jetzt inzwischen in der 4. Generation und habe
keine Mopsköpfe bei den Nachzuchten.
Ich habe die uralten erst Tiere auch noch sitzen und sie vermehren
sich immer noch ohne Mopsköpfe genau wie auch ihre Ur-Enkel.
L 46 scheint empfindlicher für Mopsköpfigkeit zu sein,
dort hatte ich auch schon Mopsköpfe, führte es aber eindeutig
auf nicht korrekte Pflege zurück (Wasser und Futter), bei
abwechslungsreicher
Fütterung und guten Wasserverhältnissen kam es nie zu Mopsköpfen.
Ich hatte aus Interesse Versuche mit Ancistrus sp. albino gemacht und
festgestellt, dass die Tiere nicht von Geburt an mopsköpfig sind, sondern
dass es eindeutig ein Problem beim Abwachsen ist.
Bei schlechter Pflege der Wasserwerte und Fütterung nur mit Trockenfutter,ebenso bei Überbesatz , kam es bei den Ancistren zu Mopsköpfigkeit.
Bei guten Wasserwerten mit einer abwechslungsreichen Fütterung
kam das nicht vor.Bei einer Trennung eines Wurfes, bei dem jeder unterschiedliche Bedingungen hatte, trat das Phänomen wieder bei den schlechteren Verhältnissen auf.
Gerade die L 46 scheinen wesentlich empfindlicher darauf zu reagieren.

Anscheinend kann die Mopsköpfigkeit bei nahezu allen Harnischwelsarten auftreten.Doch es sind nie ganze Würfe betroffen sondern immer nur einzelne Tiere.


Gruß Ralf
Fischray ist offline   Mit Zitat antworten