Hallo Janine,
das Wichtigste ist natürlich, dass Du den Fischen ausreichend Sauerstoff zur Verfügung stellst. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten: Sprudelstein, entsprechende Oberflächenbewegung, Diffusor, tagsüber auch durch die Pflanzen.
Bei uns läuft das hauptsächlich über die Oberflächenbewegung. Sprudelsteine habe ich beim Einrichten nur sicherheitshalber installiert. Sie sind aber z.Z. nur in einem Becken mit Nachzuchten in Betrieb.
Wie Du selber schreibst, je mehr Sauerstoff wie auch immer ins Wasser gelangt, desto mehr CO2 wird ausgetrieben. Hier muss man dann einen Mittelweg suchen.
Der einfachste Schritt ist, zunächst eine Nachtabschaltung für die CO2-Versorgung zu installieren. Die Pflanzen brauchen nur tagsüber CO2 und geben während dieser Zeit Sauerstoff ab. Dann kann man tagsüber die Sauerstoffzufuhr auch etwas drosseln und nachts diese wieder erhöhen. (Wir haben aus diesem Grund in unserem 700L-Becken über Nacht eine zweite Pumpe laufen, die für eine zusätzliche Oberflächenbewegung sorgt.)
Ein anderer Weg ist, die Sauerstoffzufuhr so einzustellen, dass wenig mehr als notwendig Sauerstoff ins Becken gelangt. Dazu fängt man mit einer offensichtlich für die Tiere ausreichenden Menge an und verringert diese über einen längeren Zeitraum immer etwas mehr bis man diesen Punkt erreicht hat, und gibt dann wieder etwas Reserve zur Sicherheit dazu. Dieses Einpendeln sollte man aber nur machen, wenn man das Becken/die Fische fast ständig unter Aufsicht hat. Am Verhalten der Fische kann man gut erkennen, wie es um die Sauerstoffzufuhr bestellt ist. Es wäre also ausgesprochen dumm, die Sauerstoffzufuhr zu drosseln und dann 2 Wochen in Urlaub zu fahren.
Wenn Du Dir da mit irgendetwas nicht sicher bist - solltest Du grundsätzlich pro Fisch entscheiden!
Abschließend noch eine Bemerkung:
Ich bin auf Grund der damit verbundenen Risiken (z.B. unerwarteter CO2-Überschuß) der Ansicht, dass man eine
ungeregelte CO2-Anlage im AQ eigentlich nicht verwenden sollte.
Beste Grüße
Elko