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Zucht Zucht von Welsen.
Beachtet auch die Zuchtberichte in der Datenbank.

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Alt 26.02.2006, 11:20   #1
Jost
Händler/Züchter
 
Registriert seit: 06.08.2003
Ort: Kalkar
Beiträge: 724
Moin,
wenn ihr schon alle Eure tollen Bilder zeigt, dann darf ich auch mal,
etwa 4 Monate alt, ca. 4-4,5 cm lang und besetzt schon eine Höhle!

Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg L134InMoorkienhöhleKlein.jpg (237,6 KB, 231x aufgerufen)
__________________
Beste Grüße
Jost

nature2aqua - der etwas andere Aquaristikshop
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Alt 26.02.2006, 11:50   #2
Walter
Herr Prof. Obermoserer
 
Benutzerbild von Walter
 
Registriert seit: 02.01.2003
Ort: Wien
Beiträge: 4.130
Hallo,
meiner Meinung nach ist ein "guter Vater" der entscheidende Punkt bei der Vermehrung (natürlich möglichst optimale äußere Umstände, wie Höhlen, Wasser, etc. vorausgesetzt).
In meinem "ersten Jahr" NZ von den L 134 hatte ich immer "perfekte Ergebnisse". Es handelte sich um eine Gruppe von 6 WF, wobei immer das gleiche Männchen brütete. Kein "Rauswerfen" der Eier, gute Jungfischzahlen, kaum Ausfälle bei den Kleinen.
Dann verstarb aus ungeklärten Ursachen dieser "gute" Vater nach knapp einem Jahr im Februar 2003.
Und plötzlich ware es aus mit dem Jungfischsegen, obwohl bei den restlichen Tieren noch drei (?) Männchen waren.
Ich hab mir dann ziemlich schnell wieder einen großen, schön bestachelten WF Bock gekauft und dieser saß auch innerhalb kürzester Zeit (Mai 2003) wieder auf einem Gelege. Bloß wurde nichts daraus - leere Eihüllen, ich glaube, er hat das Gelege gefressen, und dann war wieder Pause.
Ein weiterer mit Christine getauschtes Männchen saß dann Monate später auch sofort wieder auf einem Gelege (was ja darauf hindeutet, dass das/die Weibchen "wollten", aber anscheinend nicht mit den vorhandenen Männchen), aber die Ergebnisse waren eher mager, vor allem hatte ich dann (das war 2004) immer enorme Ausfälle bei den Jungfischen (nach unendlichen Diskussionen mit Gott und der Welt, allen möglichen Messungen, etc. blieb mir / blieben uns nur noch die Möglichkeit der "schlechten Gene" als Ursache, alle anderen Parameter, die meß/sichtbar waren, schieden irgendwie aus).
Und inzwischen (also ab Ende 2004) läuft´s wieder - nur hab ich mittlerweile so viele große Tiere im Becken (10 - 15), dass ich erstens nicht mehr weiß, wer brütet, und zweitens stark annehme, dass die meisten (alle?) Bruten von eigenen Nachzuchten stammen.
Die Ausfälle sind wieder vernachlässigbar, die Väter pflegen perfekt, ... nur die Jungfischzahlen pro Gelege sind im Schnitt deutlich zurückgegangen (was mir unerklärlich ist, da eines meiner Weibchen inzwischen "riesig" ist, > 12 cm).

Meinen "perfekten Vater" - den hätt ich gerne wieder - ist wohl wie bei anderen Tieren, auch Säugern: dass es bessere und schlechtere Zucht"böcke" gibt.
Und dieses Faktum, die Qualität des Männchens, kann der Aquarianer nur schwer beeinflussen.
__________________
Grüße, Walter
Walter ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.02.2006, 13:22   #3
KaiS
Wäller Welspapa
 
Benutzerbild von KaiS
 
Registriert seit: 06.10.2004
Ort: 57627 Marzhausen
Beiträge: 444
Hallo Walter!

Da hast du sicher absolut recht.

Allerdings brauchte auch mein gut pflegender Bock etwas Übung, die ersten drei Gelege hat er alle vergeigt.
Danach ging es dann. Heute nehme ich ihm das nicht mehr übel, sonst hätte ich sowieso nicht alle Jungfische aufziehen können.
Gute Böcke sind in der Zucht mindestens so wertvoll wie die immer gesuchten Weibchen.

MFG Kai
__________________
Gruß Kai
KaiS ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.02.2006, 13:27   #4
Walter
Herr Prof. Obermoserer
 
Benutzerbild von Walter
 
Registriert seit: 02.01.2003
Ort: Wien
Beiträge: 4.130
Hi,
meiner konnte es damals anscheinend von Beginn an, da war nichts mit Üben...
__________________
Grüße, Walter
Walter ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.02.2006, 21:30   #5
Stefan
L-Wels King
 
Benutzerbild von Stefan
 
Registriert seit: 14.06.2003
Ort: München
Beiträge: 955
Hallo !

Glückwunsch Serge ! Gibt doch immer wieder Hürden zu überwinden.

Ich denke, es hängt nicht nur vom männchlichen Wels ab, sondern Männchen und Weibchen müssen zusammen harmonisieren.
Vielleicht wirken sich ja Unstimmigkeiten in der Eiablage und Befruchtungsphase auch auf die Pflegephase aus ?!?!
__________________
Bis dann - dann, Stefan !
Stefan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.02.2006, 21:34   #6
L-ko
Welsfan
 
Benutzerbild von L-ko
 
Registriert seit: 20.12.2004
Ort: 99427 Weimar
Beiträge: 3.673
Hallo Walter,

Zitat:
Zitat von Walter
Hi,
meiner konnte es damals anscheinend von Beginn an, da war nichts mit Üben...
bist Du Dir denn sicher, dass er nicht schon "auf freier Wildbahn" geübt hat?

Beste Grüße
Elko
__________________
L-ko ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.02.2006, 21:48   #7
Walter
Herr Prof. Obermoserer
 
Benutzerbild von Walter
 
Registriert seit: 02.01.2003
Ort: Wien
Beiträge: 4.130
Ganz sicher...
Da müßt er schon ein ganz extremer Frühreifling gewesen sein, und sich mit < 6 cm und geschätztem 1/2 Jahr Alter in seiner Heimat schon mit Weibern abgegeben haben...
__________________
Grüße, Walter
Walter ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.02.2006, 22:26   #8
Baron Ätzmolch
Ich glotz TV!
 
Registriert seit: 29.01.2004
Ort: Wiesbaden
Beiträge: 885
Helau!

Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass die Viecher das Brutpflegen "lernen" können und quasi durch Übung "besser" oder "erfolgreicher" werden.

Das Brutpflegeverhalten ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit angeboren, und man muss so 'nem Vieh unterstellen, dass es prinzipiell so dumm is' wie fünf Reihen Feldsalat, und von der Hirnleistung gar nicht fähig, Einsicht in sein Handeln nehmen zu können und durch "Versuch und Irrtum" oder was auch immer zu "lernen", jedenfalls nicht, was wir gemeinhin als lernen verstehen (und was bei höher entwickelten Tieren wohl durchaus schon nachgewiesen worden ist).

Was natürlich nicht erklärt, warum einige Männchen wohl trotzdem nach einigen Anläufen besser zurecht kommen mit der Aufzucht ihres Nachwuchses.

Andererseits wieder hat der ein oder andere sicher schon festgestellt, dass manche Männchen einfach die Brut besser pflegen als andere, egal wie oft die schon abgelaicht haben, d.h. also, dass es wohl generell auch gute und weniger gute Brutpfleger gibt (vielleicht das alles auch nur unter Aquariumbedingungen?).

--Michael
Baron Ätzmolch ist offline   Mit Zitat antworten
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