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| Ernährung der Fische Wie füttere ich meine Welse und Beifische richtig? |
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#1 |
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Wels
Registriert seit: 04.04.2008
Ort: Raum Darmstadt
Beiträge: 78
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Hallo Ilka,
erfeulicherweise habe ich ähnliche Erfahrungen wie die Deinen noch nicht machen müssen, dabei gehöre ich zu den Haltern, welche eher zu viel füttern als zu wenig. Ich habe aber bereits zu Beginn meiner Besatzungsplanung sichergestellt, dass die Beckenbewohner ähnliche Futterverwerter sind und diese nach ihrem Fressverhalten in getrennte Becken gesetzt. Und das funktioniert ganz gut. Ich füttere in einem " herbivoren Becken" auch nur Gemüse und grüne Futtertabletten. Bei den L46 eher carnivores Futter wir Diskusgranulat oder Cyclop Ease, anfänglich auch Artemien. Das Resultat: Beispiel: Einen L 190 habe ich im Juni 2008 mit etwa 5 cm Körperlänge erstanden. Laut vieler Aussagen in diesem Forum sollen die Tiere ja langsam wachsen, so wenige Zentimeter im Jahr; das Tier ist derzeit 18 cm gross. L137 zeigen ähnliche Wachstumsgrößenordnungen; von 5 cm auf 20 cm Körperlänge im gleichen Zeitraum. Die L95 lassen sich da etwas mehr Zeit. Wachstum: um die 4 cm in 12-15 Monaten. Die von mir mit guten Erfahrungen eingesetzten Industriefutter ( neben Gemüse) sind erstens von Tro...al, dann J.L und Te..a. No Name setze ich nicht ein. Sorry, die Tiere sind mir zu wertvoll. Würde mich freuen, wenn das weiter hilft. Grüße Roman
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Du kannst es machen oder du kannst es lassen. Wenn Dir der rechte Bock fehlt, lass es! ![]() |
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#2 |
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Welspapa
Registriert seit: 04.03.2007
Ort: Abbensen in der Wedemark, ca 20km nördlich von Hannover
Beiträge: 166
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Hallo Roman,
danke schonmal für deine ausführliche Antwort.
Trotzdem habe ich eine Frage dazu: Darf ich darunter verstehen, dass du N*turef*od als No Name Futter bezeichnest?? Ich füttere neben dem üblichen Gemüse und Frostfutter ausschließlich S*ra Produkte und zwar Plankton Tabs und Spirulina Tabs. Das N*turef*od habe ich zwischendurch einmal ausprobiert, da es ziemlich hochgelobt wurde und auch der Hersteller dieses Futter als Premiumfutter bezeichnet, zudem ist auch nicht gerade günstig. Den hohen Rohfettgehalt von damals 22% in den Premium Sticks für Welsen begründet der Hersteller hiermit: Rohfett Funktion: Energie. Rohfett ist der Hauptenergielieferant bei Fischen! Das Protein/Fettverhältnis sollte bei der Ernährung von Karnivoren Aquarientieren entsprechend ihren natürlichen Bedürfnissen ungefähr 5:1 betragen. Dabei ist darauf zu achten, dass das Futter nicht zu wenig Rohfett enthält. Wenn das Rohfett als Energielieferant nicht ausreicht, greifen Karnivore auf Proteine zur Energiegewinnung zurück. Bei der Energiegewinnung aus Proteinen bleibt als Abfallstoff Ammonium, d.h. der Vorgang führ zur Anreicherung von Ammonium im Blut. Um Vergiftungen zu vermeiden, muss der Fischkörper das Ammonium ständig ausscheiden. Dieser Ausscheidungsprozess geschieht über die Kiemen. Das Ammonium wandelt sich unter aquaristischen Bedingen häufig bereits direkt bei der Ausscheidung aus dem Fischkörper in giftiges Ammoniak um, was zu Kiemenverbrennungen führt. Mangelhaft funktionsfähige Kiemen verursachen einen Sauerstoffmangel, der als ständige Belastung das Immunsystem schwächt und wiederum ursächlich für eine ganze Reihe an Folgeerkrankungen steht. Jedoch widerspricht dies schon den Herstellerangaben ("Das Protein/Fettverhältnis sollte ungefähr 5:1 betragen.")Diese Aussagen finde ich nicht sehr handfest, da Ammonium in einem vernünftig eingefahrenen Becken durch die biologische Filterung abgebaut wird und Ammoniak meist garnicht entsteht in einem Welsbecken aufgrund des niedrigen ph Wertes. Ich habe das Etikett des Futtermittels gerade vor mir liegen, die Inhaltsstoffe sind: Rohprotein: 44% Rohfett: 22% Rohfaser: 1,3% Rohasche: 9,9% Mitlerweile hat der Hersteller das Welsfutter offensichtlich überarbeitet (das Futter habe ich vor ca einem Jahr gekauft und gefüttert) denn momentan sieht die Mischung so aus: Inhaltsstoffe: Rohfett 14% Rohfaser 2% Rohasche 8% Es scheint ja, dass die das Problem erkannt haben :-) Nunja wie gesagt ich verfüttere S*ra Produkte und habe damit ausschließlich gute Erfahrungen gemacht und von den Nährwerten ist es eines der hochwertigsten Futtersorten die es auf dem Markt gibt und Preisleistung stimmt ebenso wie ich finde. Ebenso habe ich nur gute Erfahrungen gemacht bei der Aufzucht von Jungfischen mit Cyclop eeze und SAK Staubfutter (SAK spirulina, SAK energy) (das kennt wahrscheinlich kaum jemand, aber ich bin von diesem Futter sehr überzeugt) So und jetzt bitte viele weitere Anregungen und Ideen :-) Lieben Gruß Ilka
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21x L-134+, 5x L-168+, 1x L-133, 4xL-201big spotted/H. contradens+, nur noch 3x L-46 :-(, 4x L-239, 4x L-183, 4x L-135, 3x L-264, 5x L-204, Sturisoma aureum+ --------------------------------------------- Geändert von Razorblade (09.10.2009 um 22:44 Uhr). |
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#3 |
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Wels
Registriert seit: 04.04.2008
Ort: Raum Darmstadt
Beiträge: 78
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Hallo Ilka,
das war aber eine sehr lange Antwort und wie ich finde, hast Du auch die richtigen Schlüsse gezogen. "N*turef*od" als No Name zu bezeichnen, steht mir nicht zu; ich kenne es aber nicht. Daher ist es für mich "No Name", keine weitere Wertung. Die Kehrseite von Fett als Energieträger ist seine unbegrenzte Verfügbarkeit, seine niedrigen Beschaffungskosten und somit die durch dessen Einsatz möglichen hohen Margen, welche der Hersteller hierdurch erzielen kann. Ich denke, es ist nicht abwegig zu vermuten, dass möglichst hoher Gewinn der primäre Sinn bei der Vermarktung eines industriellen Produktes ist, vor allem dann, wenn dieses aus dem angelsächsischen Raum kommt. Back to Nature: Wo ist das durchschnittliche Futterangebot, welches 22% Fett enthält? Da muss ich schon lange nachdenken und dann fallen mir Nüsse ein, welche ein Wels aber wohl nicht knacken kann. Herbivore Tiere werden in aller Regel nicht an solche Kalorienbomben kommen, carnivore wohl auch nicht. Für mich wird im aufgezeigten Szenario "Ammoniumausscheidung durch Proteinabbau" herstellerseitig zu einseitig argumentiert, sicher ist im alkalischen Milieu NH3 ein starkes Atmungsgift, aber wie Du schon richtig erwähnt hat, wird dieses erst ab pH 8 aufwärts allmählich als toxische NH3 Form vorliegen und zweitens unterliegt es der bakteriellen Oxidation zu Nitrat, wenn das Becken eingefahren ist. Was mir weiterhin auffällt ist, dass die Summe der Inhaltsstoffe keine 100% ergibt. Der Rest dürfte wohl Wasser sein. In der Lebensmittelanalytik wird der Fettgehalt aber auf die Trockenmasse bezogen, ergo dürfte der Fettgehalt prozentual noch höher liegen. Ich halte dies nicht für ausgewogen. By the way: Futterprodukte von Sera habe ich ebenfalls schon eingesetzt und ich kann hierüber nichts nachteiliges berichten, mein Favorit sind aber Tropical Produkte. Warum? Ich kann bis auf die Darreichungsform keine objektiven Gründe ins Feld führen. nächtlichen Gruß Roman
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