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Alt 06.09.2011, 08:17   #1
Kizim
Jungwels
 
Benutzerbild von Kizim
 
Registriert seit: 16.05.2011
Ort: 63636 Brachttal
Beiträge: 25
Hallo Eric,

um einer weiteren Diskussion über Leitwert/Leitfähigkeit aus dem Weg zu gehen, bezeichne ich das mal im folgenden als "Messwert". Wenn der Messwert steigt haben sich im Wasser Stoffe angesammelt, welche das sind kann man zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen. Aus diesem Grund gibt es auch keinen allgemeinen richtigen Messwert. Der Messwert hat aber sehr wohl einen Einfluss auf das Wohlbefinden von unseren Aquarienbewohnern. Grund hierfür ist der Druckunterschied zwischen Wasser und Tierkörper, bekannt als Osmose. Da jedes Tier einen unterschiedlichen spezifischen Innendruck besitzt, fühlt es sich am wohlsten, wenn recht wenig Druckunterschied zum Umgebungswasser vorliegt. Andernfalls würde es ertrinken oder verdursten, je nach Situation. Meistens ist das auch ein Grund, warum Laichgelege nichts werden-der Innendruck vom Ei passt nicht zum Wasser. Genau deshalb kann man auch keine Süsswasserfische im Meerwasser halten (Extrembeispiel). Es wäre also sinnvoll einen Messwert zu halten, der diesen Garnelen am angenehmsten ist.
__________________
Viele Grüße
Claus
Kizim ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.09.2011, 09:22   #2
Rohga
L-Wels
 
Benutzerbild von Rohga
 
Registriert seit: 03.05.2010
Beiträge: 315
Hallo miteinander!

Vielen Dank für eure Antworten!

Zu den Garnelen: dabei handelt es sich um Red Bees, Black Bees und Cristal Red. Leider hatte ich im letzten Jahr hier immer wieder Verluste. Anfangs dachte ich, es hängt mit dem Regenwasser zusammen, in dem vielleicht Cu enthalten ist. Dem ist aber nicht so. Andere schädliche Inhaltsstoffe kann ich nicht ausschließen, gehe aber davon aus, dass diese nicht bedenklich sind, da sich meine Red Fire in dem gleichen Wasser wie die Karnickel vermehren.
Bezüglich Weichwasser, niedriger GH und niedrigem LW lag ich mit meinem bisherigen Verständnis (nach euren Erklärungen) nicht so falsch

Aber: ....ist denn mein zuletzt gemsessener LW von 460 bei einer GH von 4 eher ungünstig, oder unbedenklich?
Oder sollte ich die GH "ausblenden" und mich nur an dem LW von z. B. 250 orientieren?

Ich danke euch für eure Hilfe!!

LG,


Eric
Rohga ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.09.2011, 09:33   #3
KleinerWels
Wels
 
Registriert seit: 06.05.2011
Beiträge: 77
Zitat:
Zitat von Rohga Beitrag anzeigen
Hallo miteinander!
Zu den Garnelen: dabei handelt es sich um Red Bees, Black Bees und Cristal Red. Leider hatte ich im letzten Jahr hier immer wieder Verluste. Andere schädliche Inhaltsstoffe kann ich nicht ausschließen, gehe aber davon aus, dass diese nicht bedenklich sind, da sich meine Red Fire in dem gleichen Wasser wie die Karnickel vermehren.
Eric
Hallo Eric,

Du kannst die Caridina cf. cantonensis Varianten nicht mit Deinen Red Fire (Heteropoda) vergleichen.

Die Cantonensis sind wie ich schon vorher geschrieben habe Weichwassergarnelen, die es zudem nicht zu warm mögen.

Die Heteropoda sind mittlerweile ja schon fast Unkraut, die absolut wenig Ansprüche an die Wasserqualität stellen und wesentlich höhere Temperaturen vertragen, das merke ich gerade bei solchen Heißwetterperioden wie in den letzten Wochen, da muß ich teilweise die Becken mit den Cantonensis kühlen damit sie überleben, während sich die Red Fire, Yellow Fire oder Sakura munter weitervermehren.

Eines vertragen sie allerdings alle nicht, Schwermetalle im Wasser. Probleme gibt es immer, wenn man Kupferleitungen hat oder das Wechselwasser mit einem Durchlauferhitzer erwärmt, der meist Kupferspiralen besitzt.

Viele Grüße
Alfons
KleinerWels ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.09.2011, 09:42   #4
Borbi
L-Wels Gott
 
Benutzerbild von Borbi
 
Registriert seit: 27.03.2005
Ort: Erie, CO USA
Beiträge: 1.273
Tag,
Zitat:
Da jedes Tier einen unterschiedlichen spezifischen Innendruck besitzt, fühlt es sich am wohlsten, wenn recht wenig Druckunterschied zum Umgebungswasser vorliegt. Andernfalls würde es ertrinken oder verdursten, je nach Situation. Meistens ist das auch ein Grund, warum Laichgelege nichts werden-der Innendruck vom Ei passt nicht zum Wasser.
Kein Fisch (auch kein Fischei) hat eine spezifische Leitfähigkeit, die dem "üblichen" Aquarienwasser entspricht, geschweige denn den Leitfähigkeiten, die für südamerikanische Fische eigentlich entsprechend deren Herkunftsgewässern angemessen sein sollten!
Bei den paar Dutzend (vielleicht auch mal 150-200) µS/cm wäre im Fischkörper keine sinnvolle Muskelaktivität möglich.

Zum Thema osmotischer Druck und Fischlaich erinnere ich an die Arbeit von S.K. Hetz, der an (ich glaube) Zebrabärblingslaich gezeigt hat, dass die Eier einfach effektiv die Zahl an Ionenpumpen auf der Oberfläche verändern, je nachdem, in was für Wasser sie sich aufhalten.

Das Absterben von Fischlaich bei "falschen" Leitfähigkeiten dürfte andere Ursachen haben. Mein Favorit ist die signifikant höhere Keimdichte und -vermehrungsrate in "üblichen" Wässern mit relativ höheren Leitfähigkeiten, die meist (das wohl der entscheidende Faktor) mit einem höheren pH-Wert einhergehen.

Auch für Fischeier gilt im übrigen, dass die Leitfähigkeit des Eis wohl kaum der des umgebenden Mediums entspricht (weder im Aquarium noch in der Natur).

Grüße, Sandor

P.S.: Ja, das kann man auch alles belegen. Aber nicht von nem Hotelzimmer aus. Den Bericht von SKH darf sich jeder Interessierte auch gern selbst raussuchen, ich meine, der war im BSSW-Report.
__________________
"What gets us into trouble is not what we don´t know.
It´s what we know for sure that just ain´t so."
--Mark Twain
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